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Titel / Referat: Gogh, Vincent van - Bildanalyse 2 Stühle

Schlagwörter: Vincent van Gogh, Bildbeschreibung, historischer Hintergrund, Bedeutung Hausaufgabe, Referat

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Bildanalyse von Van Gogh und Lebenslauf

Bei der Bildanalyse von 2 Bildern von van Gogh werden zunächst die Unterschiede zwischen den einzelnen Bilder (Van Goghs Stuhl, sowie Gauguins Stuhl) erklärt, dann der historische Hintergrund, die Bedeutung der beiden Bilder sowie, was danach passierte.

Bildbeschreibung von Van Goghs 2 Stühlen:

Eine flüchtige Betrachtung zeigt, dass Van Goghs eigener Stuhl (s. Anhang Bild 17) sehr einfach, rustikal und ohne Lehnen ist. Er ist gelb und steht auf einem Fußboden aus einfachen roten Ziegeln. Im Hintergrund ist eine Wand und die Tür, in der linken Ecke eine Kiste mit Zwiebeln. Auf dem Stuhl liegen eine Pfeife und etwas Tabak. Das Bild steht im Tageslicht.
Gauguins Stuhl dagegen ist ein feiner Stuhl mit Lehnen. Auf dem Fußboden liegt ein Teppich, die Wand dahinter ist dunkelgrün und ein Licht brennt daran. Auf dem Stuhl steht eine brennende Kerze und an ihrer Seite liegen einige Novellen und stellt eine Nachtszene dar.

Historischer Hintergrund:

Van Gogh kaufte Gauguins Stuhl kurz bevor dieser nach Arles kam. Van Gogh hatte einige Monate allein gelebt und sich sehr einsam gefühlt, als er von Theo (einem alten Schulfreund, der mittlerweile Priester war) hörte, dass Gauguin, der damals in Pont Aven lebte, in finanziellen Schwierigkeiten sei und ihn um Hilfe gebeten habe. Daraufhin lud Van Gogh Gauguin zu sich ein um ihn dort zu unterstützen. Gauguin zögerte seine Ankunft auf Grund von der Abgeschiedenheit von Arles ein halbes Jahr raus. Van Gogh sorgte sich in den sechs Monaten sehr über die Entscheidung Gauguins. Er überlegt sogar selbst nach Pont Aven zu ziehen, um bei seinem „Bruder“ Gauguin zu sein. Dennoch machte er auf der anderen Seite Pläne für Gauguins Ankunft. Van Gogh stellte sich vor, dass wenn er mit Gauguin zusammenarbeitet, der guten Ruf Gauguins auch auf ihn übergreifen würde. Er machte sich sehr große Sorgen um Gauguins Zustand und machte sich selbst Vorwürfe darüber, dass er Geld hatte, aber ein Künstler, der so viel besser war als er selbst kein Geld hatte. Doch obwohl er sich nicht sicher war, ob Gauguin kommen würde, richtete er sein Zimmer ein. Interessanterweise, richtete er es so ein, wie als wenn es für eine Frau wäre. Van Goghs Verhalten wird verständlich, wenn wir die Intensität seiner bisexuellen Konflikte und seiner unbewussten passiv-femininen Wünsche und Phantasien in Betracht ziehen. Van Gogh verwandelte Gauguin im Unterbewusstsein zu einer Frau um so das Problem seiner homosexuellen Wünsche zu lösen.
Als Gauguin dann schließlich nach Arles kam versuchte Van Gogh alles um Gauguin davon zu überzeugen, dass auch er ein guter Künstler war. Van Gogh versuchte alles um die Anerkennung Gauguins zu erlangen. Doch da beide Künstler eine völlig unterschiedliche Meinung zu Kunst hatten, stritten sie sich die meiste Zeit nur. Gauguin wollte daraufhin Arles wieder verlassen, doch Van Gogh überredete ihn zum Bleiben. Doch sie stritten sich immer weiter und Van Gogh wurde immer rastloser und gestörter. Es gab mehrere Gründe für seine zunehmende Not, außer den sexuellen Wünschen Gauguins gegenüber. Gauguin hatte Erfolg und er nicht, außerdem beschäftigte Van Gogh auch noch die Tatsache, dass seine Potenz bereits versagte.
Auf Grund seines Erfolges begann Gauguin erneut darüber zu reden, dass er fortgehen wollte und seinen Wunsch erfüllen wollte in die Tropen zurückzukehren.
Und obwohl Van Gogh davor Angst hatte, dass Gauguin ihn sofort verlassen wollte, schreib er an Theo, dass er die Entscheidung mit voller Zuversicht sähe. Kurz vor Weihnachten und kurz vor seinem Versuch, Gauguin mit einem Rasiermesser anzugreifen, malte er seinen eigenen und Gauguins Stuhl. So drückte er das Drama auf der Leinwand aus, das sich nur wenige Stunden später abspielen sollte.

Bedeutung:

Mit den leeren Stühlen hatte Van Gogh unbewusst das Todesurteil über sie beide ausgesprochen.
Van Gogh hatte Angst vor dem Alleinsein und reagierte extrem auf das Gefühl zurückgewiesen zu werden, verlassen zu werden und unerwünscht zu sein.
In Van Goghs Unterbewusstsein spielte Gauguin die Rolle des Ersatzvaters, der Mutter, des Bruders sowie der der Frau. Durch die drohende Trennung von Gauguin kamen alle früheren Konflikte wieder zu tage, wie z.B. das Gefühl das sein Vater ihn damals verlassen hatte, als er ins Internat kam und der daraus resultierende Vaterhass, da er immer wieder das Gefühl hatte von ihm verlassen zu werden. Daraus entstand irgendwann bei Van Gogh ein Todeswunsch dem Vater gegenüber.
Van Gogh sieht leere Stühle als eine Verbindung zum Tod an, da in seinem Elternhaus ein leerer Stuhl für seinen verstorben älteren Bruder stand.
Als er nun das Gefühl hatte auch noch von Gauguin verlassen zu werden, kamen bei ihm der alte Hass und der Todeswunsch dem Vater gegenüber wieder auf. So drehte er durch und versuchte Gauguin mit der Rasierklinge zu töten. Da er sich jedoch schuldig fühlte wegen dem Tod seines Vaters, brach er den Versuch ab und schnitt sich selbst ein Ohr ab.
In Gauguins leerem Stuhl spiegeln sich also die bewussten Mordimpulse gegen Gauguin und die unbewussten Mordimpulse gegen seinen Vater wieder. Van Gogh hat also symbolisch den ödipalen Mord begangen.
Da dieses Verbrechen aber nicht ungesühnt bleiben darf, malt er seinen Stuhl zur gleichen Zeit wie den von Gauguin.
Er fühlt sich schuldig Gauguin gegenüber, seinem Vater und seinen Morimpulsen.


Erläuterung der Analysen:

Es gibt verschiedene Arten der Analyse, zwei wurden hier angeführt.
Die erste bezog sich nur auf das Bild des Künstlers und deren Aussage, dazu wurden Gestik, Mimik, Farbwahl und Konstellationen der Familien analysiert und danach auf mögliche seelische Probleme hingewiesen.
Eine zweite Art ist, sich das Kunstwerk erst dann nach den oben genannten Punkten zu analysieren, wenn man den kompletten Lebenslauf des Künstlers kennt und somit dann verschiedene seelische Probleme benennen kann.
Die zweite Methode ist allerdings genauer und sagt mehr aus, da der man ohne Lebenslauf schlecht eine genaue Analyse des seelischen Problems herstellen kann.

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