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Titel / Referat: Die Geschichte der Flöte

Schlagwörter: Boehmsche, Epochen, Entwicklung der Flöte, Was ist eine Flöte?, Theobald Boehm, Querflöte, Blockflöte Hausaufgabe, Referat

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Die Geschichte der Flöte

1. Einleitung
In dieser Facharbeit über „Die Geschichte der Flöte“ geht es hauptsächlich um die Entwicklung der Blockflöte und der Querflöte. Als erstes erkläre ich, was eine Flöte überhaupt ist und wie sie funktioniert. Das zweite Thema ist die Flöte in ihren Epochen, wo ich einen kleinen Überblick darüber gebe, was es für Flötenarten aus den verschieden Zeiten gibt. Diesen Teil gehe ich im dritten Thema genauer ein und beschreibe die Entwicklung von der Blockflöte und der Querflöte. Ein berühmter und bekannter Flötenbauer ist Theobald Boehm. Im vierten Kapitel habe ich eine Biographie über ihn geschrieben und seine berühmte Boehm’sche Flöte erklärt.

1.1 Was ist eine Flöte
Eine Flöte ist ein hohles Rohr, durch das Luft schwingt und somit einen Klang erzeugen kann. Durch Jahrhunderte hindurch hat sich die Flöte, in den verschiedensten Ländern, unterschiedlich entwickelt. Dadurch entstanden auch unterschiedliche Formen der Flöte. Bei allen Flöten wird der Luftstrom, der durch das Rohr strömt, an einer scharfen Kante gebrochen. Die Schwingungen sind jedoch bei jeder Flötenart verschieden. Es gibt viele verschiedene Arten von Flöten.
Bei der Längsflöte ist eine Kerbe in den Rand geschnitten worden, um den Klang zu unterstützen. Zu den Schnabelflöten ( Kernspaltflöten ) gehört unteranderem die Blockflöte. Das Mundstück dient als Hilfestellung, denn sie hat eine Spalte, die die Luft gegen die eingeschnittene Kante lenkt. Die Querflöte wird nicht wie die anderen Flöten längs gespielt, sondern quer, wie der Name Querflöte schon sagt. Sie hat am Rohrende ein Loch an der Seite. Man muss den Luftstrom so durch das Loch richten, das die Luft an der Kante gebrochen werden kann und anfangen kann zu schwingen. Es gibt nicht nur Flötenarten die mit dem Mundgespielt werden, sondern auf den pazifischen Inseln spielt man auf Nasenflöten. Es gibt auch noch die Panflöte ( Syrinx ), bei der mehrere Pfeifen, von unterschiedlichen Längen, aneinandergebunden sind.


2. Die Flöte und ihre Epochen
 
2.1 Altertum & Mittelalter 

Im Alten Testament heißt es: Jubal, der Vater aller Flötenspieler und Zitterspieler. Das Thema der Flöten und Harfen wird jedoch sehr knapp in den heiligen Schriften behandelt. Die genauere Aufklärung bekam man aus dem antiken Osten, aus Ägypten und Sumer. Es gab auch noch einige Bilder, die als Erklärung dienen sollten, die jedoch nicht so genau waren. Aus diesen Kulturen entstammt die Bambusflöte, die ca. 1 Meter lang war und wie alle Flöten, an einer scharfen Kante geblasen wurde. Man benutzte die Bambusflöte zu dieser Zeit als Schäferpfeife und danach als Instrument für religiöse Zeremonien. Die Griechen hatten als erstes sechs Grifflöcher an der Flöte. Das Volk spielte sie sehr gern, obwohl die Flöte als Instrument für unkultivierte Menschen bezeichnet wurde.

2.2 Renaissance 

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts fand man die Verwendung von Büchern auch im Bereich der Musik. Dies trug dazu bei, dass die Musik zu einer Art von Zeitvertreib wurde. Der Instrumentenbau wurde weiterentwickelt und die Probleme der Stimmung von Instrumenten wurde nach und nach gelöst. In der Renaissance entfernte sich besonders die Querflöte von den ursprünglichen Volksinstrumenten. Sie wurde dadurch zum Kunstinstrument. Die Renaissance – Querflöte war einteilig und hatte zylindrische Bohrungen.

2.3 Barock
Die Flöte änderte sich entscheidend bis zum Barock. Es entstanden die konischen Bohrungen bei der Flöte, die zu dieser Zeit dreiteilig wurde. Viele Musiker versuchten dieses Instrument stark zu verbessern. Im Barock entstand auch die Bassflöte. Die Materialien der Flöte änderten sich auch. Es wurden Buchsbaum, Ebenholz, Grenadill, Ahorn oder Elfenbein für den Bau verwendet.


3. Die Entwicklung der Flöte 

3.1 Die Blockflöte 

In der Zeit, in der die Blockflöte sehr bekannt wurde, vom 14. bis 18. Jahrhundert, bekam die Blockflöte viele neue Namen. Meistens wurde sie als Englische Flöte benannt. Der Grund für diesen Namen war, dass die Blockflöte in England eine sehr beliebte Pfeife war. Insgesamt hatte die Blockflöte sechs verschiedene Namen.
Als man im 17. Jahrhundert von einer Flöte sprach, war zu 50% die Blockflöte gemeint. Es gab seit diesem Zeitpunkt viele Missverständnisse, wenn es generell um Flöten ging. Die Komponisten mussten genaue Angaben in ihren Partituren machen, damit jeder wusste, welche Flöte der Komponist nun meint.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die Entwicklung der Blockflöte abgeschlossen. Die Blockflöte war eigentlich ein Instrument der unteren Schicht, doch sie bekam mit der Zeit großes soziales und öffentliches Ansehen. Genau wie die Querflöte auch, wurde die Blockflöte zuerst aus Holz gebaut, bis man erkannte, dass man den Luftkanal verbessern musste. Das Ziel erreichte man, indem man die Blockflöte aus zwei Teilen baute. Es entstand somit ein Korpus und ein Fuß. Der Fuß passte durch seinen Zapfen genau in den Korpus und so entstand aus zwei einzelnen Teilen eine ganze Flöte. 

Später wurde in die Flöte ein Kern eingebaut. Er hat den Kopf geschlossen und nur einen kleinen Luftkanal offen gelassen, um die Luft gegen die Kante in der Luftöffnung zu richten. Diese Kante wird auch Lippe genannt. Danach kamen die Grifflöcher dazu. Als die Blockflöte noch der Volksmusik angehörte, bekam die Flöte drei Grifflöcher und wurde dem Schwengel gleichgestellt, da die beiden Instrumente auf dieselbe Weise gespielt wurden.
„Um das Überblasen in die zweite Oktave zu erleichtern" bekam die Flöte sieben Grifflöcher, wobei es eigentlich nur sechs Grifflöcher und ein Daumenloch waren.
Durch die Grifflöcher entstanden jedoch viele Probleme, z.B. wenn die Löcher zu groß oder zu klein waren, oder man sie mit den Fingern nicht ganz schloss. Auch das Mundstück brachte Probleme mit sich, wenn man zu kräftig oder zu leicht hinein blies. 

Durch diese auftretenden Probleme waren die Töne zu hoch oder zu tief, es entstanden nur Halbtöne an den Stellen wo Ganztöne gespielt werden sollten.
Viele Flötenspieler übernahmen diese „halbschließende Fingertechnik“ um durch diese Methode Halbtöne zu erzeugen. Diese Technik wurde später als Gabelgriff bekannt.
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Gabelgriff von Flötisten bevorzugt, vor allem als Theobald Boehm den Flötenbau stark verbessert. 

Die Blockflöte wurde immer beliebter und hierfür gab es zwei Gründe. Der Erste war, das die Blockflöte das perfekte Instrument für die Amateurmusik war. Die Flöte war einfach zu spielen und es gab keine komplizierte Mechanik. Man konnte die Flöte einfach ansetzen und in das Mundstück hinein blasen und schon erklang Musik. Der zweite Grund war der Reiz des Spielers die Flöte zu spielen. Die Töne, die aus der Flöte erklingen, können vom Flötisten nicht beeinflusst werden, denn die Töne behalten, egal bei welcher Musikstimmung, seine zarte Reinheit.
Früher fehlte der Blockflöte ein gewisses Etwas. Hätte sie dieses Etwas gehabt, wär sie zum Soloinstrument gut geeignet gewesen. Im 15. Jahrhundert war das uninteressant. In dieser Zeit spielte man Instrumental - Consort, auch instrumental Polyphonie genannt. In dieser Entwicklungsstufe trat die Blockflöte in vielen, verschiedenen Größen auf. 

Es spielten meistens drei bis vier Flöten zusammen und jede Flöte verkörperte eine andere Lage, die man mit den Gesangslagen vergleichen kann. Es fing an mit der Sopranflöte, die auch als Diskantflöte bezeichnet wurde, zusammen mit Sopranino oder Exilent. Dann kam die Hauptflöte, die als Altflöte bekannt wurde. Die nächst tiefere Flöte war dann die Tenorflöte und danach die Bassflöte und die tiefste Flöte von allen, die für einen kräftigen und vollen Klang sorgte, aber nicht häufig benötigt wurde, war die Großbassflöte.
Somit konnte man mit allen Stimmlagen der Flöten einen Stimmumfang eines Chores wiedergeben. Dadurch entstand die Beteiligung der Blockflöte an einem Ensemble.
Als erstes gab es ein Blockflöten - Quartett, welches aus zwei Altflöten und aus zwei Tenorflöten bestand. Im darauf folgenden Jahrhundert bestand ein solches Consort aus einer Altflöte, zwei Tenorflöten, von denen eine die Altstimme mitspielte, und einer Bassflöte. Am Ende des 16. Jahrhunderts fand man Kapellinventare aus denen hervorging, dass Blasinstrumente und Blockflöten die beliebtesten Instrumente waren. Danach erst kamen die Geigen und Violen. 

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich langsam die Mode des klassischen Orchesters. Das Ensemble geriet somit so gut wie aus der Mode. Die Blockflöte eignete sich nicht für ein klassisches Orchester und verschwand so aus dem Blickfeld der Musik. Man spekulierte, dass das Aussterben der Blockflöte vielleicht daran lag, dass ihre Entwicklung eigentlich schon abgeschlossen war. Trotzdem wurde sie noch häufig in Europa gespielt und vor allem bewundert. Die Querflöte verdrängte die Blockflöte.

3.2 Die Querflöte 

Im Jahre 1599 veröffentlichte Thomas Morley das erste Stück für gemischte Consorts. Hierbei spielten viele verschiedene Instrumente in einem Ensemble zusammen, nicht wie es vorher mit den Blockflöten war, die nur verschiedenen Längen hatten, aber das gleiche Instrument verkörperte. Thomas Morley setzte die Querflöte im Ensemble für die Blockflöte ein, da er meinte, die Querflöte würde mit Streichinstrumenten besser klingen, als die Blockflöte.
Seine Ensemblestücke bestanden aus zwei Violen, drei Lauten, die alle in verschiedenen Tonlagen gespielt wurden, und meistens war auch noch eine Querflöte mit dabei. Die Blockflöte war aber noch nicht ganz von der Bildfläche verschwunden. Manchmal, wenn Thomas Morley eine 6. Stimme im Ensemble ersetzen wollte, setze er sie ein. Auch die Querflöten wurden als Consorts gespielt. Es gab sie, wie die Blockflöten auch, in verschiedenen Tonlagen. Bei der Querflöte gibt es jedoch nur drei verschiedene Lagen die Altflöte, Tenorflöte und die Bassflöte. Die Tenorflöte ähnelt der heutigen Querflöte am meisten. Die Ensembles hörten sich durch die Querflöten viel voller und kräftiger an, im Gegensatz zu den Blockflöten. Die Querflöte war für die Amateurmusik jedoch nicht geeignet, da sie viel zu schwierig zu spielen war. Man konnte nicht wie bei der Blockflöte einfach hinein blasen, denn der Ansatz musste stimmen um vernünftige Töne spielen zu können. 

Bei der Blockflöte wurde der Ton durch den Kern und den Spalt im Mundstück schon richtig geformt, bei der Querflöte muss das formen der Töne der Flötist mit seinen Lippen übernehmen. Es gibt einen ganz großen Vorteil bei der Querflöte im Gegensatz zur Blockflöte, man kann die Töne variieren und die Klänge wunderbar phrasieren. Es entsteht eine Reihe von interessanten und reizvollen „Klangfarben“. Das Problem hierbei liegt jedoch bei der Ausdrucksweise und Verarbeitung des Flötisten. 

In Frankreich und speziell am französischen Hof, war die Querflöte im 17. und 18. Jahrhundert sehr beliebt. Durch diese Beliebtheit der Franzosen, ging die Popularität der Querflöte auch auf andere Länder über. Die Querflöte hatte schon einige Stadien ihrer Entwicklung durchlaufen, bis sie endlich öffentliche Anerkennung bekam. Marin Mersenne, ein gelehrter Geistlicher, hatte einige Daten einer Querflöte notiert. 

Die verschiedenen Tonarten mussten durch Benutzung der Grifflöcher erzeugt werden, da die Flöte ursprünglich in D gestimmt war. Man benutzte auch hier die Methode des Gabelgriffs, die in der Zeit der Blockflöte entstanden ist. Die Querflöte erforderte für die Benutzung eine einwandfreie Beherrschung des Ansatzes und man benötigte Geschicklichkeit. Wenn ein Spieler mit ungeübten Fingern und falschem Ansatz Querflöte spielen wollte, war er der Flöte nicht hinreichend gewachsen. 

Ein paar Jahre später entstand eine weitere Neuerung, die jedoch einige Probleme mit sich brachte. Jedes weitere Griffloch würde den Umfang des Flötentons erweitern, doch durch die Größe der Hände, war man bei der Anzahl der Löcher eingeschränkt. Es gab noch zwei weitere Probleme, die die Grifflöcher mit sich brachten. Die Stimmlage der Querflöte sollte erhalten bleiben und es gab kein großes Interesse bei den Flötisten und Entwicklern, ein neues Griffsystem zu entwickeln und zu erlernen. Trotzalledem bekam die Flöte ein weiteres Griffloch, das zwischen unterstem Loch und Flötenende lag. Nun bekamen die Grifflöcher langsam Klappen, die anfangs an den untersten Grifflöchern angebracht wurden, um diese besser erreichen zu können und vor allem die Löcher vollständig zu schließen. Die Grifflöcher wurden immer schmaler. 

Die Querflöte bestand aus drei unterschiedlichen Teilen, dem Kopf, dem Korpus und dem Fuß. Auch hier erkennt man den Kleinen Unterschied zur Blockflöte. Die Intonation war trotz der Verbesserungen immer noch nicht optimal. Das Problem dabei, war das Material der Flöte. Anfangs bestand die Flöte aus Buchsbaum, was schön aussah und gut klang. Das Holz quoll jedoch durch die Atemfeuchtigkeit auf und verfälschte somit die Töne. Danach verwendete man Elfenbein für den Flötenbau. Es war allerdings für die Spieler sehr unangenehm an den Lippen. Bei Metallflöten, die danach gebaut wurden, spielte die Raumtemperatur eine große Rolle. 

Die Intonation wurde noch durch zwei Dinge verfälscht. Als erstes mussten die Grifflöcher exakt geschnitten sein und als zweites mussten die Flötisten die Löcher mit ihren Fingern genau bedecken, damit keine überschüssige Luft entweichen konnte. Deshalb wurden die Grifflöcher noch mehr verkleinert um das Abdecken der Finger zu erleichtern.
Es dauerte jedoch noch einige Zeit, bis die Querflöte eine saubere und exakte Intonation erreichte. Es wurde gesagt, dass W. A. Mozart die Flöte wegen ihrer schlechten und unreinen Intonation nicht mochte. Doch man stellte heraus, dass W. A. Mozart in vielen seiner Werke die Querflöte integrierte und sein Nichtgefallen den Flötisten gewidmet war und nicht der Flöte selbst. Kurz danach wurde vom Musikforscher Dr. Burney erwähnt, dass Holzblasinstrumente, in dessen Gruppe auch die Querflöte gehört, häufig dazu neigen, dass ihre Tonarten und die Klänge, die sie erreichen sollten, nicht stimmen würden. Doch zu diesem Zeitpunkt war die Querflöte schon sehr weit entwickelt und weitaus besser konstruiert, als die Flöte aus dem Jahre 1660.
Die Flöte die im 17. Jahrhundert mit der Dis – Klappe ausgestattet wurde, nannte man auch konische Flöte. Sie wurde von der Familie Hotteterre aus Paris erfunden. Der Enkel der Familie Hotteterre, Jacques – Martin, war ein hoch angesehener Flötist, bei dem viele Menschen das Flöten erlernten. Er schrieb sehr viele Stücke für die Querflöte und gründete die erste Flötenschule. Er war daran schuld, dass die Querflöte im 18. Jahrhundert in Frankreich so Bekannt wurde. Jacques – Martin Hotteterre soll an dem Wechsel von Blockflöte zur Querflöte eine große Rolle gespielt haben. In seinem Lehrbuch, welches er veröffentlichte, war eine vierteilige Querflöte abgebildet. Die Verbindungsstellen erwiesen sich jedoch als schwach und wurden mit Ringen aus Elfenbein verstärkt. 

Da die Querflöte in ihrer Qualität immer besser wurde, fingen die Komponisten an, immer mehr die Flöte in der Musik zu integrieren und schrieben sogar eigene Werke für die Flöte.
Die weitere Entwicklung übernahm der Preußenkönig Friedrich der Große und sein Hofkomponist Johann Joachim Quantz. J. J. Quantz verbesserte die Intonation der Querflöte weiter, indem er der Flöte eine weitere Griffklappe hinzufügte und das Mundloch und die Fingerlöcher noch genauer bohrte. Durch die ganzen Probleme der Intonation, wollte Quantz eine Lösung für dieses Problem finden und baute eine neue Querflöte, die einen Stimmzug hatte. Dieser Stimmzug war die Verlängerung des Zapfens, der im Kopfstück saß. Somit konnte man den Zapfen mehr oder weniger in das Flötenmittelstück schieben, um den Ton um einen Viertelton zu erniedrigen. Doch wie soll es auch anders sein, traten bei dieser Flöte auch Probleme auf. Ein Grund für die Unsauberkeit des Tons war der Korken, der die obere Röhre abschließt. Die Intonation hing von der Entfernung des Korkens zum Mundloch ab. Man fand heraus, dass man eine bessere Qualität erreichen konnte, wenn die Entfernung zwischen Mundloch und Korken ihrem Durchmesser entspricht. J. J. Quantz fand auch heraus, dass man die Töne durch den Stimmzug erniedrigen kann und durch minimales verschieben des Korkens wieder ausgleichen kann. Deshalb setzte er an den Korken eine Pfropfenschraube, die man am Ende der Flöte so verdrehen konnte, wie man es in dem Moment gerade benötigte. Diese Erfindung war bis zu diesem Zeitpunkt die beste ausgearbeitete. 

Am Anfang waren die Grifflöcher rund, was sich Mitte des 19. Jahrhunderts auch veränderte. Im 18. Jahrhundert änderte sich auch die Form der Blaslöcher, denn sie wurden elliptisch und waren auch nicht mehr rund. Die nächste Erfindung von j. J. Quantz war eine weitere Klappe für ein Griffloch, welche zur Unterscheidung von Dis und Es beitrug. Im Jahre 1751 wurde die Bassflöte entwickelt. Sie stammt aus Frankreich und ist unteranderem der Grund für weitere Verbesserungen an der beliebten Konzertflöte. Wegen ihrer Tonlage musste die Bassflöte länger gebaut werden und da reichten die normalen Griffklappen nicht mehr aus. Sie wurde mit fünf Klappen versehen, da die Grifflöcher zu weit auseinander lagen. Es hatten somit außer H und E alle Grifflöcher eine Klappe erhalten. Auch die Bassflöte behielt die Klappenhebel, die von H - Loch und dem E – Loch nicht so weit entfernt waren, um sie leicht betätigen zu können. 

Doch die Flötenbauer bemerkten, dass der Tonumfang von zweieinhalb Oktaven, eine Quinte von der normalen Standardflöte entfernt war. Deshalb wäre die Flöte eigentlich eine Altflöte und keine Bassflöte. Heutzutage wird sogar die alte Bassflöte als Altflöte bezeichnet. Manchmal bekommt sie auch den Namen G – Bassflöte, um sie von der C – Bassflöte zu unterscheiden. Danach wollte man ein Flöte entwickeln, mit der man den Gabelgriff zurücklassen kannte. Es wurden zwischen die vorhanden Grifflöcher weitere Löcher geschnitten, die mit Klappen versehen wurden. Man musste nur noch den Ton C mit dem Gabelgriff spielen. 

In den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts versuchte man die Klappenhebel auch noch zu entfernen. Der Leipziger Flötenbauer Johann Gregor Tromlitz bohrte für das fehlende C – Loch ein weiteres Griffloch. Er baute auch Klappen an die Flöte, die man mit zwei Fingern erreichen konnte und auch eine achtklappige Flöte mit normalen Fingerlöchern.
Die Entwicklung war schon fast abgeschlossen, doch die Querflöte war immer noch nicht perfekt.


4. Theobald Boehm 

4.1 Biographie 

Theobald Boehm wurde am 9. April 1794 in München geboren. Er war der Sohn eines Goldschmieds. Schon sehr früh interessierte sich Theobald Boehm für die Flöten und baute mit 16 Jahren seine erste Flöte. Mit 18 Jahren bekam er im Insarthor – Theater München eine Anstellung als Flötist. Der Flötenbau und das Flötenspiel gehörten für ihn zusammen. Mit 24 Jahren hatte er eine Stelle in der königlichen Hofkapelle als Soloflötist und gründete zehn später seine eigene Flötenwerkstatt, um den Flötenbau zu verbessern. Am 30. Oktober 1820 heiratete er Anna Lohrleitner und gründete mit ihr eine Familie mit acht Kindern Maria, Ludwig, Karl, Theobald, Wilhelm, Max, August und Otto. Im Jahre 1832 stellte Theobald Boehm seine erste Ringklappenflöte her, die den Namen Boehm’sche Flöte bekam. Nach einiger Zeit stellte er den Flötenbau ein und ließ seine Flöte von Godfroy, Rudall und Rose weiterbauen. Doch nach acht Jahren eröffnete er seine Werkstatt wieder, um den Flötenbau fort zu setzen. Am 25. November 1881 starb Theobald Boehm im Alter von 87 Jahren.

4.2 Die Boehm’sche Flöte 

Theobald Boehm versuchte die schon verbesserten jedoch fehlerhaften Flöten noch perfekter zu bauen. Das mechanische Problem mit 9 Fingern 13 Tonlöcher zu bedecken, hat er durch den Bau einer Ringklappenflöte, mit konischer Bohrung, gelöst, die Boehm’sche Flöte. Das erste Modell des Ringklappensystems entstand 1831 und im Jahre 1832 entstand dann auch Theobald Boehm’s Ringklappenflöte. Sie besaß ein zylindrisches Kopfstück und für die rechte und linke Hand jeweils ein weiters Griffloch. Die Grifflöcher wurden mit Ringklappen versehen um sie mit mehreren Fingern erreichen zu können. Dadurch wurde die Intonation und die Akustik verbessert. Durch eingebaute Federn an den Klappen wurden die Ringklappen offengehalten, was sehr wichtig für den Ton war. Der kleine Finger der linken Hand musste die Funktion des gis – Hebels übernehmen. Dieser Mechanismus ist bei den heutigen Querflöten auch noch aktuell. Bei der Boehm’schen Flöte gab es noch keine b - Klappe. Der Griff für das b wurde durch andere Fingergriffe umgangen. Durch Theobald Boehm’s Verbesserungen konnte man lückenlose Abfolgen von Trillern spielen. Als erstes gab es nur eine Trillerklappe an der Flöte, die kurz darauf aufgeteilt wurde und eine zweite Trillerklappe konstruiert wurde, um das trillern zu erleichtern. Die Entwicklung der Boehm’schen Flöte war abgeschlossen, doch Theobald Boehm selber war mit der Qualität seiner Erfindung nicht hundertprozentig zufrieden.


5. Literaturverzeichnis

Galway, James Die Flöte In: Yehudi Menuhins Musikführer; Edition Sven Bergh (Ullstein Verlag)
Scheck, Gustav Die Flöte und ihre Musik (Edition Schott 6364)

häufige Suchphrasen:
flötenarten, blockflöte+referat, verschiedene flötenarten, blockflöte referat, fingergriffe flöte





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