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Titel / Referat: Exorzismus

Schlagwörter: Mittelalter, Exorzismus heute, Ausbildung zum Exorzisten, Anneliese Michel, Emily Rose Hausaufgabe, Referat

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Exorzismus

GFS von

Exorzismus im Mittelalter

Im Mittelalter war der Glaube weit verbreitet, Krankheit und Tod werde durch Dämonen verursacht. Da zu dieser Zeit schon eine für unsere Zeit harmlose Erkältung eine ernsthafte Bedrohung darstellte, existierte ein sog. Gebrauchsexorzismus, der von Halbtheologen, Badern und Kräuterfrauen angewandt wurde.
Ein gewisser Agrippa von Nettesheim empfahl zum Beispiel magische Rituale um Krankheiten zu heilen oder ihnen vorzubeugen. Zum Beispiel sollte man bei Fieber Fingernagelreste des Kranken in ein Tuch wickeln, dieses einem frisch gefangenen Aal um den Hals binden und ihn daraufhin wieder ins Wasser werfen, oder ganz einfach ein vom Blitz getroffenes Stück Holz mit beiden Händen hinter sich werfen. Bei Ohrendrüsengeschwülsten sollte die bloße Berührung der Hand eines zu früh gestorbenen Wunder wirken und gegen Ohrendrüsengeschwülste sollte es helfen, einem Frosch ins Maul zu speien und ihn einen Baum hochklettern zu lassen.

Mit dem von der kath. Kirche legitimierten Exorzismus haben diese Rituale allerdings nichts mehr zu tun ( was die Kirche damals mit unzähligen Hinrichtungen bestrafte).


Exorzismus in NT

Mit Hilfe der Bibel lässt sich nachweisen, dass schon von Jesus Exorzismus durchgeführt wurden:

Markus 5,41:
„Und er ergriff des Kindes Hand und spricht zu ihm: Talitha kum!“ („Mädchen, ich sage dir steh auf!“)

Markus 7,34:
„...und er blickte zum Himmel, seufzte und spricht zu ihm: Ephata!“ („Werde aufgetan!“)


Auch seine Jünger leitete Jesus zum Exorzismus an:

Markus 3,14:
„...und er bestellte zwölf, damit sie bei ihm seien und damit er sie aussende, zu predigen und Vollmacht zu haben, die Dämonen auszutreiben.“

Der wohl bekannteste Exorzismus des Nazareners findet sich im Markus-Evangelium (5,1ff):
"Und sie kamen an das jenseitige Ufer des Sees in das Land der Gerasener. Und als er aus dem Schiff gestiegen war, begegnete ihm sogleich von den Grüften her ein Mensch mit einem unreinen Geist, der seine Wohnung in den Grabstätten hatte; und selbst mit Ketten konnte ihn keiner binden, da er oft mit Fußfesseln und mit Ketten gebunden worden war und die Ketten von ihm in Stücke zerrissen und die Fußfesseln zerrieben worden waren; und niemand konnte ihn bändigen.
Und allezeit, Nacht und Tag, war er in den Grabstätten und auf den Bergen und schrie und zerschlug sich mit Steinen. Und als er Jesus von fern sah, lief er und warf sich vor ihm nieder; und er schrie mit lauter Stimme und sagte: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht! Denn er sagte zu ihm: Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem Menschen!
Und er fragte ihn: Was ist dein Name? Und er spricht zu ihm: Legion ist mein Name, denn wir sind viele. Und er bat ihn sehr, dass er sie nicht aus der Gegend fortschicke. Es war aber dort an dem Berg eine große Herde Schweine, die weidete. Und sie baten ihn und sagten: Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie hineinfahren. Und er erlaubte es ihnen.
Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See, etwa zweitausend, und sie ertranken in dem See."




Exorzismus heute

Nach 385 Jahren hat der Vatikan endlich das römische Ritual zur Teufelsaustreibung überarbeitet.
Heute dürfen nur ausgebildete Priester und der Papst einen Exorzismus durchführen, und auch nur dann, wenn von Ärzten ausgeschlossen wurde, dass der „Besessene“ nicht unter psychischen Störungen ( z.B. Schizophrenie) oder psychischen Krankheiten, wie z.B. Epilepsie leidet. Außerdem dürfen Exorzismen nur im Beisein von mindestens einem Arzt durchgeführt werden.


Die Ausbildung zum Exorzisten

Mittlerweile kann sich jeder Priester, der für geeignet befunden wird, zum Exorzisten ausbilden lassen. An der römischen „Regina- Apostolorum“-Hochschule ( siehe auch Bild rechts, Dozenten der Hochschule beim Gebet) hat im Februar beispielsweise ein achtwöchiger Kurs für 180 Euro begonnen, in dem sich ausschließlich Priester sowie Theologiestudenten in höheren Semestern ausbilden lassen können. Der Kurs befasst sich aus soziologischer, pastoraler, medizinischer, rechtlicher sowie liturgischer Sicht mit dem Phänomen Exorzismus. Untersucht werden unter anderem auch Rockmusik, Jugendzeitschriften, Videospiele und Websites. Zum Abschluss referieren zwei italienische Patres über Exorzismus in der Seelsorge.
Das Seminarangebot stieß auf großes Interesse. Rund 120 Priester nahmen an der ersten Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Exorzismus und Befreiungsgebet“ teil.
Laut dem italienische Exorzist Pater Francesco ist Satanismus eine „Philosophie und Lebenspraxis“, die alle den Menschen angeborene Werte zerstören soll, und auf eine Art Gegengesellschaft ohne moralische Regeln
abziele. Das Gute werde ins Böse und das Böse ins Gute verkehrt. Daher sei es so wichtig, neue Exorzisten gründlich auszubilden, und den Menschen „Den Teufel auszutreiben“.
Die Dozenten wollen einige der in Italien fest bestehenden Satanismus- Gruppen fassen.

Auch Papst Benedikt XVI will an den im Kirchenrecht verankerten Praktiken des Exorzismus festhalten. Vor wenigen Wochen hat er zu einer Generalaudienz geladen, und dazu auch einige als Exorzisten tätige Priester empfangen. Diese ermutigte er, ihrer Tätigkeit wieder nachzugehn, auch wenn sie und ihre Arbeit dabei verstärkt von Bischöfen überwacht werden sollen. Nach geltendem Kirchenrecht dürfen nur speziell vom Ortsbischof beauftragte Priester Exorzismusgebete über besessene Personen sprechen, um sie zu befreien.
Diese Priester müssen einen einwandfreien Lebenswandel führen, über Wissen verfügen und barmherzig sein.
Das aus dem Jahr 1614 stammende Ritual war vor sechs Jahren nach 385 Jahren von der vatikanischen Liturgiekongregation überarbeitet und mit strengen Auflagen versehen worden. Bei dem "Rituale Romanum" handelt es sich um eine Art Betriebsanleitung für Teufelsaustreibungen.
Fester Bestandteil ist eine Anrufung Gottes um Hilfe, zusätzlich kann auch ein Befehl an den Teufel ausgesprochen werden, den Betroffenen zu verlassen.Das "Rituale Romanum" gibt dabei auch Auskunft über die besonderen Anzeichen, die auf die Anwesenheit des Teufels hinweisen. Dass es keine Zweifel an der Existenz des Teufels gebe, machte der Papst bereits in seiner Zeit als Präfekt der Glaubenskongregation klar: Der Teufel sei "eine mysteriöse, aber reale, personale und nicht symbolische Präsenz", wurde Joseph Ratzinger vom deutschen Sender MDR zitiert.
Bereits sein Vorgänger, Papst Johannes Paul II unterstütze den Exorzismus. Er benannte mehr offizielle Exorzisten als die meisten Päpste vor ihm. Er segnete allein im Jahr 2003 etwa 200 Priester zum Exorzisten.
Der in Rom tätige Pater Don Gabriele Amoth soll als eine Art „Chefexorzist“ im Vatikan mehr als 40 000 besessene Menschen vom Teufel befreit haben.
Die „frisch ausgebildeten“ Exorzisten aus dem oben genannten Regina Apostolorum werden ihm bei seiner Arbeit bald zu Hilfe kommen.
Und diese Hilfe braucht der mittlerweile 74- Jährige nach eigenen Angaben auch. Denn „wo der Glauben schwächer wird, wächst das Götzentum“.





Fallbeispiel: Der Fall „Anneliese Michel“

Kurzübersicht:

Anneliese Michel

Der Name Anneliese ist eine Namenskombination aus den Namen der beiden Kirchenheiligen (Mutter von Maria) und Elisabeth(Mutter von Johannes des Täufers)

Geboren: 21.9.1952 in Leiblfing bei Straubing (Niederbayern)

Eltern: Vater sollte nach Wunsch seiner Mutter Priester werden. Die ganze Familie ist streng katholisch. Drei Tanten von Anneliese waren Nonnen.

Geschwister: Martha( 1948-1956). Mutter bringt Martha als uneheliches Kind mit in die Ehe (Vater war wahrscheinlich Priester). Martha stirbt an Nierentumor im Alter von 12 Jahren.

Drei weitere Schwestern werden in der Ehe geboren:
Gertraud(1954), Barbara(1956) und Roswitha(1957)

Schule: Als Jugendliche besucht Anneliese das Karl- Theodor- von- Dalberg- Gymnasium im nahegelegenen Aschaffenburg.

1968: Mit 16 Jahren wird bei Anneliese Epilepsie vom Typ Grand Mal (schwerer epileptischer Anfall) diagnostiziert.

9 Monate vor ihrem Tod beginnen die Austreibungen, durch den Würzburger Bischof Josef Stangl (1907-1979)


Gestorben: 1.7.1976 in Klingenberg am Main. Im Alter von 23 Jahren, nach Exorzismus. Bei ihrem Tod wog sie nur noch 31kg.



Das Leben der Anneliese Michel

Anneliese Michel wurde am 21.9.1952 in Leiblfing bei Straubing in Niederbayern geboren. Sie entstammt einem streng katholischen Elternhaus. Ihr Vater Josef Michel sollte eigentlich nach Wunsch seiner Mutter Priester werden und drei ihrer Tanten sind Nonnen. Annelieses Mutter bringt in die Ehe ein uneheliches Mädchen namens Martha mit. Martha wurde gezeugt und geboren als sie schon mit Josef Michel verlobt war. Der wahrscheinliche Vater ist ein Priester. Martha stirbt im Alter von 12 Jahren an einem Nierentumor. Als uneheliches Kind bekommt Martha keinen Platz im Familiengrab der Michels. Da die uneheliche Zeugung Marthas als schwere Sünde angesehen wird darf Annelieses Mutter Josef Michel nicht in weiß heiraten sondern muss einen schwarzen Schleier tragen. Anneliese wird als erstes eheliches Kind geboren und ist somit eine Art „Sühnenopfer“. Anneliese ist eine Namenskombination aus den beiden Kirchenheiligen ( die Mutter Marias) und Elisabeth ( die Mutter Johannes des Täufers). Anneliese hat drei jüngere Geschwister Gertraud (1954), Barbara(1956) und Roswitha ( 1957).
Als Jugendliche besucht Anneliese das Karl- Theodor- von- Dalberg-Gymnasium im nahegelegenen Aschaffenburg. Dort gilt sie als hochintelligent, fällt jedoch dort bereits durch nervliche Probleme auf. Im Gegensatz zu ihren Altersgenossinnen geht sie mehrmals wöchentlich zur Messe, betet regelmäßig Rosenkränze und versucht noch mehr als das zu tun, was die Kirche von ihren Gläubigen verlangt, wie z.B: Annelise schläft auf dem Fußboden zur „Sühne“ für Rauschgiftsüchtige, die sie am Bahnhof beobachtet hat.
Im Jahr 1968 beißt sich Anneliese bei einem Krampfanfall auf die Zunge. Ein Neurologe diagnostiziert Epilepsie. Sie bekommt erstmals Medikamente gegen Epilepsie. Jedoch helfen diese Medikamente nicht gegen ihre religiöse Gedanken- und Bilderwelt, die sich immer mehr in ihrem Gehirn aufbaut und die sie immer weniger kontrollieren kann. So erscheinen ihr beim Rosenkranzgebet Teufelsfratzen, die sie schließlich bis zu ihrem Tod quälen und verfolgen. Außerdem hört Anneliese Stimmen, die ihr vorhersagen, sie werde in der ewigen Verdammnis landen, in der nach römisch-katholischer Lehre alle Menschen enden, die wesentliche Glaubenslehren der katholischen Kirche nicht befürworten oder auch nur daran zweifeln.
Bei der Obduktion von Anneliese Leiche kommen Ärzte zu folgendem Ergebnis: „Annelieses Leben wäre zu retten gewesen, wenn man die Kranke vor den krankmachenden Faktoren ihrer Umwelt abgeschirmt hätte.“
Anneliese jedoch gelingt es nicht sich aus ihrem dogmatischen Umfeld zu befreien- im Gegenteil, sie lässt sich in ihren schwersten Krisen richtig hineinfallen.
Der erste Exorzismus beginnt neun Monate vor ihrem Tod. Kurz vor ihrem Tod wirkt sie selbstzerstörerisch und selbstverstümmelnd an ihrem endgültigen Zusammenbruch mit. Ein Arzt hätte dies nie zugelassen, doch der als Exorzist tätige katholische Priester Arnold Renz steigert sich mit dem Kruzifix in seiner Hand so in die katholische Exorzismusliturgie hinein, dass er einfachste Grundregeln der Ersten Hilfe ignoriert. Annelieses Eltern hoffen bis zu Annelieses Tod auf die entscheidende Hilfe von dem Mann bzw. den Männern der Kirche.

Doch wieso entwickelt sich die ganze Situation bei Anneliese Michel so? Und warum auch bei wenigen anderen, die meistens aus dem kirchlichen Milieu stammen? Was für ein Leben hatte Anneliese Michel als Kind?
Bei den Anfangsexorzismen kommen zunächst die ungelösten Kindheits – und Jugendprobleme von Anneliese zum Vorschein. Ein Beispiel dafür ist ihre Oma, die sie fast jeden Morgen um 6 Uhr zur Frühmesse geschickt hat. Beim Exorzismus äußert sich das bei ihr auf diese Weise „Die Oma hat sie in die Kirche hineingeschleift. Sie war sechs Jahre alt. Die Oma hat sie fast jeden Tag vom Bett herausgezogen.“
Was baut sich bei der kleinen Anneliese innerlich auf? Natürlich war sie bereit in die Kirche zu gehen, jedoch hätte die auch gerne mal ausgeschlafen, so wie gleichaltrige Kinder. War der Druck der streng katholische Familie zu groß, bei der als Vorbild die Bauersfrau Barbara Weigand galt, weil sie sich jeden Morgen auf den Weg in die Kirche machte um die Hostie zu empfangen und keine Mühen dafür scheute? Ihr Hin- und Rückweg betrug 10 Stunden, den sie jeden Tag zu Fuß zurücklegte.
Anneliese selbst traut sich in ihrem kurzen Leben nicht selbst etwas auszusprechen was ihr nicht gefällt. Erst später kommt alles Angestaute durch die „Dämonen“ umso heftiger zum Ausdruck.
Der Konflikt bahnt sich schon früh an: Dass dem kleinen Mädchen manchmal vom Weihrauch in der Messe übel wird, deutet ihre Großmutter bereits als ungutes Zeichen, dass der Teufel ihre „reine Mädchenseele“ einfangen will.
Es ist kein Wunder also, dass Anneliese sich zeitlebens besonders bemüht ein gehorsames und korrekt katholisches Kind zu sein. Sie fügt sich in alle vorgegebenen Traditionen und Gebräuche ein. So wird beispielsweise der 13. eines jeden Monats in der Familie als „Tag der Jungfrau von Fatima“ in Ehren gehalten. Im späteren Exorzismus kommt der Tag als „Das ist ihr Scheiß-Tag“ vor.
Anneliese selbst glaubt an eine Verfluchung bei ihrer Geburt. Sie sieht darin den Grund, dass ihr so zugesetzt wird. Sie sagt von sich selber, dass sie etwa seit ihrem 13. Lebensjahr besessen gewesen sei, also zeitweise nicht mehr in der Lage, ihr Leben durch ihr Oberbewusstsein eigenverantwortlich kontrollieren zu können.
In einem Brief an Pfarrer Ernst Alt, einer der beiden Exorzisten, schreibt sie beispielsweise im Jahr 1974: „Ich heulte oft abends für mich...Von Gott fühlte ich mich irgendwie total verlassen. Damals war ich schon ziemlich umsessen! (umsessen: der Betroffene spürt die fremden Mächte schon, wird aber noch nicht von ihnen beherrscht). „Ich wollte mich immer umbringen. Dortmals hatte ich höllische Angst, wahnsinnig zu werden vor Verzweiflung...“
Zeichen von „Umsessenheit“ sind längere gedankliche Abwesenheiten. Diese hat ein Betroffener unter Umständen dadurch selbst verursacht, dass er über Jahre hinweg immer wieder gedanklich in eine Fantasie- und Bilderwelt eingetaucht bzw. geflohen ist. Im Extremfall ist eine solche Umsessenheit eine Vorstufe zu einer Persönlichkeitsspaltung.
Eine solche Spaltung geschieht nicht über Nacht und hat auch wieder mit ihrer streng katholischen Familie zu tun. In ihrer Jugend interessierte sich Anneliese wie andere Mädchen für Mode. Sie wollte wie andere Mädchen im Winter Hosen tragen, dies wurde ihr jedoch von ihren Eltern untersagt. Wie ihre Mutter später berichtete floh Anneliese in eine Marieneingebung. „Da hat die Mutter Gottes mit ihr gesprochen und hat gesagt, sie sollte keine Hosen tragen, da wär man wie ein Mann und sie möchte das nicht haben. Da hat Anneliese keine mehr angezogen.“ So wird also der Konflikt durch eine angebliche Einsprache Marias „gelöst“ und bereits hier ist es nicht mehr Anneliese selbst, die entscheidet.
Als kirchlich ergebenes Kind gehorcht sie dieser Einsprache und schafft es so auch die Vorraussetzung für weitere fremde Einflüsse auf ihre Person bzw. weitere Einflüsterungen. In einem Gespräch äußert sie im Jahr 1975: „Ich hatte oft Angst, die eigentlich unbegründet war, und war deshalb oft schweißgebadet. Ich hatte schon immer dunkle Vorahnungen und musste schon damals an Neujahr oder meinem Geburtstag weinen, da ich immer Schlimmes auf mich zukommen sah.“
Von anderen Menschen wird ebenfalls berichtet, dass sie schon mal dunkle Vorahnungen hatten. Wer dabei diese Ahnungen oder Ängste als Warnungen verstand, konnte sie jedoch oft überwinden, auch wenn es manchmal einige Zeit dauerte. Dies war möglich, weil insofern auf die Warnungen gehört wurde, als der Betroffene in seinem Leben änderte. Doch was auch für Anneliese Michel eine massive Warnung hätte sein können, um innezuhalten und die Botschaft ihrer Angst und Ahnungen zu verstehen und manches noch rechtzeitig wenden zu können, wird nicht als eine solche Botschaft verstanden. Und so bahnt sich tatsächlich von Tag zu Tag mehr ein schweres Schicksal an. Die höllische Drohbotschaft der katholischen Kirche an Sünder, Zweifler und mögliche Abtrünnige steckt dabei wie ein giftiger Pfahl in der Seele von Anneliese. Dieser Umstand verhindert womöglich, dass Anneliese auch andere Seiten an sich entdeckt und nicht immer nur das Idealbild“ aus ihrem Oberbewusstsein, eine ergebene junge Katholikin sein zu wollen, welche die Anforderung der Kirche an die Gläubigen sogar übertrifft.
Während der Abiturprüfung kann Anneliese keinen klaren Gedanken mehr fassen. Stattdessen hört sie in ihrem Inneren in ständiger Wiederholung: „Du bist verdammt!“ Als ihr Freund Peter Himsel, der im selben katholischen Studentenwohnheim in Würzburg wohnt wie sie, rückblickend nach der Herkunft dieser bedrängenden Stimmen fragt, bezichtigt sich Anneliese Michel ohne Selbstbewusstsein selbst: „Ich hätte mehr beten müssen. Ich bin selbst daran mitschuldig.“ Anneliese beklagt sich aber nicht, Warnungen verdrängt zu haben oder andere wichtige Hinweise aus ihrem Alltag, sondern sie klagt sich einmal mehr an, die katholischen Normen zu verfehlen. Nach dem Besuch eines Nervenarztes notiert dieser: „Sie habe keine Entscheidungskraft.“
Vermutlich spielen bei Anneliese Selbstanklagen auch unausgesprochene Vorwürfe an ihren Vater Josef Michel eine Rolle, den sie sehr gern hat, von dem sie sich jedoch kaum verstanden fühlt und der ihr Leben einschränkt.
In klaren Augenblicken ist sich Anneliese selbst bewusst , dass sie den Anforderungen des katholischen Glaubens und ihrer katholischen Erziehung vielfach nicht entspricht, während sie nach außen krampfhaft den Schein zu wahren versucht, was sich körperlich womöglich bis hin zu den unkontrollierten Verkrampfungen der epileptischen Anfälle zeigt, welche die Ärzte diagnostizierten.
Ob es diese dargelegten Komponenten sind, aus denen sich Annelieses Schuldbewusstsein zusammensetzt oder ob es noch weitere gibt, kann man nicht genau wissen. Ihr Tagebuch, das einen detaillierten Aufschluss über ihren Seelenzustand geben könnte, geht nach ihrem Tod in kirchlichen Kreisen „verloren“.
Am Ende ihres Lebens ist Anneliese nicht mehr nur „schizoid“, sondern wohl bereits innerlich geteilt. In dieser Situation erlebt sie verstärkt, wie nun offenbar fremde Kräfte sich immer mehr dieser gegensätzlichen Persönlichkeitshälften in ihr bemächtigen und diese Kräfte kann sie immer weniger selbst steuern.
In dieser Situation erwartet Anneliese Michel Heilung von der römisch-katholischen Kirche, an deren Verdammnislehre sie innerlich erkrankt ist. So willigt sie immer wieder ein, dass an ihr der römisch –katholische Exorzismus nach dem Rituale Romanum durchgeführt wird.
Die „Dämonen“ die aus Anneliese sprechen nennen sich Kain, Nero, Judas, Luzifer und Hitler. Annelise versteht sich dabei jeweils als Objekt fremder Kräfte. Zu ihrem Freund Peter sagt sie:“ Ich spreche da überhaupt nicht mehr. Meine Stimme wird einfach benutzt. Ich höre mir praktisch zu. Ich bin das überhaupt nicht. Ich höre interessiert zu, und diese Bewegungen da und wie ich mich wehre, das mache ich auch nicht, das geschieht einfach mit mir. Ich stehe über der Sache und bin Beobachter.“

Anneliese Michel stirbt mit 23 Jahren beim 67 Exorzismusversuch



Der Exorzismus von Emily Rose

Eine Anwältin verteidigt einen Pfarrer vor Gericht, der an einem Mädchen eine tödliche Teufelsaustreibung vollzogen hat. Intelligente Mischung aus Gerichtsdrama und Horrorfilm.
Bislang gab es Horrorfilme und es gab Gerichtsdramen. Auch wenn manch alte "Matlock"-Folgen am Fernseher einen gruselten, hatten die beiden Genres nichts miteinander zu schaffen. "Der Exorzismus von Emily Rose" dagegen verschmilzt diese bislang streng getrennten Grenzen und schafft ein intelligentes Horror-Gerichtsdrama, das religiöse Fragen aufwirft. Im Zentrum des Films steht die Debatte um Glaube und Beweisbarkeit. Ein Priester wird der fahrlässigen Tötung bezichtigt und muss sich vor Gericht verantworten. Er wollte die Studentin Emily Rose von ihren Dämonen befreien. Doch der Exorzismus schlug fehl, und nun ist Emily tot. 

Nach Meinung der Staatsanwaltschaft litt die junge Frau an psychotischer Epilepsie und hätte mit medizinischer Hilfe und Medikamenten geheilt werden können. Doch sagt der Priester die Wahrheit, und das Mädchen war wirklich besessen, dann wäre der Gottesmann unschuldig. Vielleicht haben gar die Medikamente, die Emily bereits wochenlang nahm, sie immun gegen den Exorzismus gemacht und so letztendlich ihren Tod verursacht? "Dämonen existieren, ob wir an sie glauben oder nicht", behauptet Pater Moore (gespielt vom wie immer souveränen Tom Wilkinson). Sie könnten aber genau so gut nicht existieren, egal ob man an sie glaubt oder nicht. Glaube hat nichts mit Beweis zu tun. Denn wenn man etwas beweisen kann, dann muss man nicht daran glauben. Es ist ein faszinierender Diskurs, den dieser Film eröffnet.

Die Geschichte der Emily Rose basiert auf einer wahren Begebenheit. Im Juli 1976 starb in Franken die Studentin Anneliese Michel, die von schweren Epilepsieanfällen heimgesucht wurde, und nach Meinung der Psychiater unter starken, religiös-wahnhaften Zwangsvorstellungen litt. Als Anneliese Michel immer unkontrollierbarer wurde, baten ihre Eltern die katholische Kirche um einen Exorzismus ihrer Tochter, die sich selbst für besessen hielt. Das Ritual half nichts, schließlich starb die 23jährige, auf nur 31 Kilogramm abgemagert. War es ein religiöser Opfertod, oder war es fahrlässige Tötung von Seiten des Priesters, der den Exorzismus ausführte? Der deutsche Regisseur Hans-Christian Schmid ("Crazy", "Nach Fünf im Urwald") wird sich im kommenden Jahr mit seinem Film "Requiem" genau dieser Geschichte widmen.

Scott Derrickson liefert nun schon den amerikanischen Entwurf, lässt seinen Film größtenteils im Gerichtssaal spielen, durchsetzt mit Rückblenden auf Emilys Entwicklung, bei denen Jennifer Carpenter eine bravouröse Leistung als Besessene abliefert. Der Film arbeitet dabei mit einer strengen Farbpalette: Orange repräsentiert den Horror, Kastanienbraun die Untersuchungen und Weiß die Hoffung. Als Gerichtsdrama funktioniert der etwas langatmige Film sehr ordentlich, als Horrorfilm fällt er flach. Bei diesem Thema muss sich jeder Beitrag mit dem Ur-Exorzisten messen, William Friedkins berüchtigtem Meisterwerk von 1973. Emily Roses Exorzismus ist da wesentlich zahmer, im Sinne der Filmemacher "realistischer" ausgefallen, doch wird auch hier tief in die alte Exorzist-Motten-Trickkiste gegriffen, was das ganze wieder kindischer macht, als es wirken sollte. Sieht man sich allerdings die unsäglichen Exorzist-Prequels an, die Renny Harlin und Paul Schrader vor kurzem verbrochen haben, steht "Der Exorzismus von Emily Rose" glänzend da.

Denn das Faszinierende an dem Film ist nicht Emilys Besessenheit, sondern das Aufeinanderprallen zweier Welten. Eine säkulare Einrichtung, das Gericht, das auf Beweise aufbaut, soll sich mit Glauben befassen. Obwohl letztendlich die Sympathien auf Seiten des Paters und der Besessenheits-Theorie liegen, bleiben dem Zuschauer alle Interpretationsmöglichkeiten offen. Wie bei Glaubensfragen, müssen wir die Wahrheit in uns selbst finden.

(Quelle: http://www.br-online.de/kultur-szene/film/kino/0510/05437/ )


Folgen des Exorzismus

In den meisten Fällen endete ein Exorzismus früher mit dem Tod des Betroffenen, da fast immer das typische Verhalten für eine ernst zu nehmende Krankheit (vor allem Epilepsie oder Schizophrenie) als Anzeichen für eine Besessenheit gehalten wurden. Durch einen Exorzismus quält man einen Menschen, der eine solche Erkrankung hat nur unnötig statt ihm zu helfen. Aufgrund der Exorzismen, die oft mehrmals täglich durchgeführt wurden steigerte sich der „Besessene“ so sehr in die Sache hinein, dass er am Ende daran zerbrach, oder aufgrund von Unterernährung oder selbst zugefügten Verletzungen zu Tode kam.

Auch heute gibt es noch Fälle, bei denen Menschen zu Tode kommen weil eine Krankheit falsch gedeutet wird oder weil Priester völlig unverantwortlich handeln, wie z.B. bei einer rumänischen Nonne, die erst vor ein paar Jahren nach mehren Exorzismen und ans Kreuz gefesselt sterben musste. Einige Zeit vorher wurde bei ihr Schizophrenie diagnostiziert.


Die Bibel zum Thema Exorzismus 

Seit Jahrhunderten schon fürchten sich die Menschen vor dem Teufel, der Handel verschiedenen Schutzverfahren und auch mit Einrichtungen der Kirche, wie beispielsweise den Ablassbriefen, florierte.
In der Bibel taucht der Teufel immer wieder in verschiedenster Form auf und wird auf verschiedene Weise, immer jedoch mit Angst, beschrieben. Menschen berichten von Erlebnissen und Begegnungen mit dem Teufel, er erscheint ihnen in Träumen und Visionen.
Vor allem in der Offenbarung nimmt das Thema Satan und Teufelsbesessenheit viel Platz ein. Hier wird beschrieben, wo der Teufel herkam und wie er zu seiner Macht gelangte.
Offenbarung 12

Die Frau und der Drache
1 Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. 2 Und sie war schwanger und schrie in Kindsnöten und hatte große Qual bei der Geburt. 3 Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, 4 und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde.
Hier wird der Teufel in Form eines Drachens beschrieben, ein überirisches Geschöpf, das den Menschen dieser Zeit große Angst einflößte.
(…) 7 Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, 8 und sie siegten nicht und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. 9 Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen.
Der Teufel als besiegter und gefallener Engel, der aus dem Himmel verbannt und auf die Erde verworfen wurde.
Die Schlange steht symbolisch für Intelligenz, Hinterlistigkeit und Verführung. Vgl. zu 1.Mose 1-4 (LUT)
10 Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott. 11 Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis hin zum Tod. 12 Darum freut euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat.
Das Lamm symbolisiert Jesus, Gottes Sohn, da ein (schlohweißes) Lamm für Reinheit und Unschuld steht.
Aus diesem Abschnitt geht quasi eine Drohung hervor, wehe dem, der nicht fromm und nach Gottes Willen lebt. Der Teufel lebt nun auf der Erde, mitten unter den Menschen.

Offenbarung 13 (LUT)

Die beiden Tiere
1 Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern lästerliche Namen. 2 Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie Bärenfüße und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht. 3 Und ich sah eines seiner Häupter, als wäre es tödlich verwundet, und seine tödliche Wunde wurde heil. Und die ganze Erde wunderte sich über das Tier, 4 und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich und wer kann mit ihm kämpfen?

Die ersten Menschen begannen bereits kurz nach seiner Verbannung, den Teufel anzubeten.

5 Und es wurde ihm ein Maul gegeben, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ihm wurde Macht gegeben, es zu tun zweiundvierzig Monate lang. 6 Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und sein Haus und die im Himmel wohnen. 7

Der Teufel lästert gegen Gott, und verführt die Menschen (große Dinge zu reden).

8 Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht vom Anfang der Welt an geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet ist.

Die Menschen beten den Teufel an und „schlachten“ Jesus.


14 und es verführt, die auf Erden wohnen, durch die Zeichen, die zu tun vor den Augen des Tieres ihm Macht gegeben ist; und sagt denen, die auf Erden wohnen, dass sie ein Bild machen sollen dem Tier, das die Wunde vom Schwert hatte und lebendig geworden war. (…) 16 Und es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn 17 und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. 18 Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tieres; denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist sechshundertundsechsundsechzig

Ein gemeinsames, noch heute gebräuchliches Symbol wurde geschaffen, die Zahl 666. Damit markierten sich die Menschen als Anhänger Satans, bis zum heutigen Tag werden noch verschiedene Symbole wie umgedrehte Kreuze, Pentagramme, oder die Zahl 666 als Zeichen verwendet.

Auf diese in der Offenbarung 12 und 13 beschriebene Weise gelangte der Teufel in die Welt der Menschen.

In der Offenbarung 20 wird dann beschrieben, wie der Teufel in die Unterwelt, in „sein Reich“ gelangte:

Offenbarung 20

Das tausendjährige Reich
1 Und ich sah einen Engel vom Himmel herabfahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand. 2 Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und fesselte ihn für tausend Jahre 3 und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und setzte ein Siegel oben darauf, damit er die Völker nicht mehr verführen sollte, bis vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er losgelassen werden eine kleine Zeit.
(…)
Der letzte Kampf
7 Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis 8 und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer. 9 Und sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie. 10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Viele gläubige Christen, die sich nicht verführen ließen, hatten große Angst davor, „ergriffen“ oder vom Teufel „besessen“ bzw. „ausgefüllt“ zu werden.
So begründete man viele schwere Krankheiten entweder als Strafe Gottes, oder der Kranke war „von bösen Geistern“ bzw. vom Teufel selbst erfüllt.
In der Bibel treffen wir immer wieder auf Stellen, in denen Jesus Kranke heilt, indem er dem bösen Geist befiehlt, auszufahren.
Die Geschichten sind Berichte von Augenzeugen, es gab also schon zu Lebzeiten Jesu Teufelsaustreibungen. Diese gingen noch mit einfachem Handauflegen und Gebeten und schließlich mit einem kurzen Befehl vonstatten, und der „Besessene“ war geheilt.

Die Bibel hat aber auch noch einige Tipps, wie man sich gleich gegen solche Übergriffe schützen kann:

Epheser 6,11

Die geistliche Waffenrüstung
10 Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. 14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit 15 und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. 16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. 18 Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen 19 und für mich, dass mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, 20 dessen Bote ich bin in Ketten, dass ich mit Freimut davon rede, wie ich es muss.

Zu Lebzeiten Christi konnte man also durch einfaches Handauflegen Jesus, einem einfachen Gebet und einem kurzen Befehl geheilt werden.
Nach der Kreuzigung Jesu schütze man sich am Besten durch einen festen Glauben und einen frommen und untadeligen Lebenswandel, um dem Teufel keine Chance zum Eindringen und Besitz ergreifen zu geben.

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