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Titel / Referat: Global Player - Globales Monopoly

Schlagwörter: Global Players, Transnationale Konzerne, grenzüberschreitende Fusionen, Bedrohung der Demokratie Hausaufgabe, Referat

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Global Player

Global Players: Transnationale Konzerne

Seit Beginn der 90er Jahre ist die Weltwirtschaft - unterbrochen vom Börsencrash 2000/2001 - vom Fusionsfieber befallen. Binnen eines Jahrzehntes vervierfachte sich die Zahl der jährlichen Unternehmenszusammenschlüsse, der Wert aller Fusionen verachtfachte sich in diesem Zeitraum sogar.

grenzüberschreitende Fusionen
Stark zugenommen hat auch der Anteil der grenzüberschreitenden Fusionen, was zur Folge hat, dass transnationale Unternehmen ihre ohnehin schon starke Stellung irr Weltmarkt weiter ausbauen. So macht der firmeninterne Handel bereits heute rund ein Drittel des gesamten Welthandelsvolumens aus.
Doch die Marktmacht ist nicht das einzige Problem. Von vielen Kritikern wird befürchtet, dass der Einfluss der Politik auf die Wirtschaft immer stärker abnimmt. Große Unternehmen können Gewinne international verlagern und damit Steuerzahlungen umgehen. Dadurch können sie Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen und die Lebensbedingungen der Menschen nehmen.

Globales Monopoly
Hinter den Elefanten-Hochzeiten stecken [ ... ] sehr rationale Überlegungen. Ob die erhofften Erfolge sich eines Tages einstellen, ist eine andere Frage. Begonnen aber werden solche Zusammenschlüsse wie von AOL und Time-Warner, Vodafone und Mannesmann, Pfizer und Lambert, Dasa und Aoerospatiale, um nur einige aus der jüngeren Zeit zu erwähnen, stets mit der felsenfesten Überzeugung, dass eins und eins nicht zwei macht, sondern drei.
In vieler Hinsicht ist das auch so. Ja, ein Zusammengehen ist oftmals sogar die blanke Notwendigkeit, [ ... ] Beispiel Pharmaindustrie: Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel ist mittlerweile so aufwändig geworden, dass selbst einstige Weltunternehmen wie Hoechst den Alleingang nicht mehr wagen. Also fusioniert man mit dem französischen Konzern Rhone-Poulenc, der exakt dieselben Probleme hat, zu Aventis. [ ... ]
Die Motive für solche Mega-Fusionen sind vielfältig. Auf der einen Seite sind es die Kosten, die sich auf diese Weise reduzieren lassen, auf der anderen ist es die Marktposition, die es zu erreichen gilt. Anders als in Zeiten des Kalten Krieges, als die Welt in Blöcke aufgeteilt war, ist sie heute ein einziger gewaltiger Markt, bei dem die Ländergrenzen nur noch Striche auf der Landkarte darstellen. Dafür haben auch zahlreiche Handelsrunden gesorgt, in denen die Hemmnisse für den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr beseitigt wurden.
Aus: SZ v. 8.3.2000, S.23, Verf.: Helmut Maier-Mannhart

Entwicklung der Fusionen weltweit und Fusionsentscheidungen der EU
 
Entwicklung der Fusionen
Jahr
EU-Fusionskontrolle
Fusionen weltweit
Davon transnat. Fusionen
Fusionsvolumen in Mrd. Dollar
 
EU-Fusionsentscheidungen
Verbote
13200
2854
400
1991
54
1
12700
2721
400
1992
51
0
13000
2835
480
1993
52
0
15500
3494
570
1994
84
1
18400
4247
950
1995
98
2
19700
4569
1100
1996
113
3
20900
4987
1600
1997
128
3
23100
5597
2105
1998
226
2
25000
6233
3320
1999
263
1
37000
7335
3495
2000
331
2
Quelle: iwd Nr. 35/2001, S.4, siehe auch das Informationsangebot auf www.iw-koeln.de

Entmachtung der Politik?
Nicht die Politik setzt die Wirtschaft unter Druck, sondern umgekehrt. Industriekapitäne haben bei Politikern schon so manche Subvention, Steuererleichterung oder Lockerung des Einwanderungsgesetzes durchgesetzt, indem sie andernfalls mit Abwanderung drohen. Bei immer kosmopolitischer ausgerichteten Konzernen werden solche Drohungen immer glaubhafter.
Die sorgenvollen Kartellwächter und bedrängten Wirtschaftspolitiker haben ein Handicap: Sie arbeiten immer noch zumeist national oder (in der EU) höchstens regional. Nach wie vor ist die Politik offenbar viel schwerer zu globalisieren als die Wirtschaft. Dabei wissen Politiker und Verwaltungen genau, dass viele Probleme - von Kartellentscheidungen bis zum Schutz der Atmosphäre - nur noch durch weltweit geltende Regeln in den Griff zu bekommen sind. Doch abseits von militärischen Fragen sind staatliche Zusammenarbeit, verpflichtende Abkommen und funktionierende internationale Institutionen Mangelware. [ ... ]
Die Mehrheit der Politiker kooperiert ohnehin schon aus Überzeugung mit den Multis - nach dem Motto: Was für die Unternehmen gut ist, ist auch gut für die Arbeitsplätze und das Land. Kritiker aus Gewerkschaften, Umweltgruppen und Dritte-Welt-Aktivisten monieren freilich, dass solche Arrangements wohl kaum helfen, im internationalen Raum politische Visionen von Gerechtigkeit oder Weltentwicklung durchzusetzen.

Bedrohung der Demokratie
Bedenken sind ernst zu nehmen, dass Fusionen und vermehrte strategische Partnerschaften in vielen Branchen zu stärkerer Machtkonzentration führen, sodass einige wenige Hersteller übermäßigen Einfluss auf den Markt gewinnen. Und Marktmacht setzt sich häufig in politischen Einfluss um.
Großunternehmen prägen die Arbeits- und Lebensweise von Milliarden Menschen entscheidend. So ist in den letzten Jahren die Besorgnis gewachsen, wie Biotechfirmen den genetischen Aufbau von Pflanzen und Nahrungsmitteln manipulieren, wie Medienriesen unsere Wahrnehmung der Ereignisse bestimmen, wie hochmobile Unternehmen die gewerkschaftlichen Einflussmöglichkeiten schwächen, wie die Kultur unter die Herrschaft von Werbung und Sponsorschaften gerät und wie Unternehmerlobby Wahlausgang und Gesetzgebung beeinflussen. Letztendlich bedrohen die Konzentrationstendenzen die Werte, die Demokratie und Arbeit tragen sowie Menschenrechte und Umweltqualität. [ ... ]
1. Arbeiten Sie anhand von M 1 die Gründe/Motive für Großfusionen heraus.
2. Beschreiben Sie die Entwicklung der transnationalen Fusionen bis zum Jahr 2000(M2, M3)
3. Stellen Sie den Erwartungen für Fusionen (M 1) die tatsächlichen Ergebnisse (M 4) gegenüber und ergänzen Sie ihr Ergebnis unter Einbezug aktuellen Materials. Welche Erklärungen haben Sie für die z.T. starken Kursverluste?
4. Erarbeiten und diskutieren Sie anhand von M5 bis M9 Probleme, die mit der Zunahme internationaler Großfusionen einhergehen können.
Quelle: Mensch u. Politik S II, Gesamtband Politik und Wirtschaft, Schroedel, 2005, S.140-143
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