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Titel / Referat: Bachmann, Ingeborg - Alle Tage, Gedichtanalyse

Schlagwörter: Weltkrieg, Ingeborg Bachmann Hausaufgabe, Referat

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Gedichtanalyse (Ingeborg Bachmann – Alle Tage)



Das Gedicht „Alle Tage“ von Ingeborg Bachmann, veröffentlicht 1953, blickt zurück auf den 2. Weltkrieg und erklärt was charakteristisch für diesen und für andere Kriege ist.
Schon der erste Satz der ersten Strophe zeigt deutlich, dass ein Krieg zwar vorbei sein kann, jedoch nicht aus den Köpfen verschwinden wird. „Der Krieg wird nicht mehr erklärt“ (Z. 1) sagt aus, dass die Zeit für die Begründungen, Entschuldigungen und Erklärungen für den Krieg vorbei sind und nun der Krieg nur noch im Hintergrund läuft. Der Krieg ist scheinbar nicht mehr aktuell, jedoch “Das Unerhörte ist alltäglich geworden“ (Z. 2f.). Es macht sich keiner mehr Gedanken über den Krieg und dessen wahre Ursachen. Er gehört zum Alltag der Menschen, was der Titel des Gedichtes auch noch mal hervorhebt. Ingeborg Bachmann zielt mit ihrer Aussage “Der Held bleibt den Kämpfen fern“ (Z. 3f) auf die Leute, die den Krieg im Hintergrund planen und die Männer an die Front schicken. Von den Soldaten spricht keiner, sondern nur von den brillanten Kriegsherren und ihren Taktiken. Der folgende Satz stellt die Soldaten dar, die an der Front stehen und die tatsächlich kämpfen. Sie zeigen dadurch ihre Schwäche, da sie die Befehle entgegennehmen und sich ihnen widerspruchslos beugen. Bezieht man diesen Satz auf den 2. Weltkrieg, so ist diese Schlussfolgerung verständlich. Kein Soldat oder Bürger hätte sich gegen die Entscheidungen Adolf Hitlers gestellt und somit gegen das ganze Regime und seine Anhänger. Eben diese Schwäche und Hilflosigkeit ist es auf die Ingeborg Bachmann sich bezieht. Der 6. Vers zeigt auf, dass die momentan wichtigste Tugend, die Abwendung von Krieg und Uniform und eine Hinwendung zum Hoffen auf eine neue, bessere Zukunft ist. Die Auszeichnung, “der armselige Stern“ (Z. 7) ist eine wertlose Auszeichnung. Zwar ist sie eine Anerkennung für alles, was im Krieg für sein Vaterland getan hat, jedoch verliert sie ihren Wert wenn man sich die Situation im eigenen Land ansieht. Alles ist zerstört und verwüstet und eben diese Auszeichnung hilft einem hier auch nicht weiter.
Die zweite Strophe zeigt, dass dieser armselige Stern erst nach dem Ende des Krieges verliehen wird, “wenn nichts mehr geschieht, / wenn das Trommelfeuer verstummt.“ (Z. 10f). Der Feind hat sich aus dem Land zurückgezogen und das Land ist wieder frei. Nun folgt die Zeit des Wiederaufbaus und die Zeit der Wiederaufrüstung, die Ingeborg Bachmann durch die Metapher des “Schatten ewiger Rüstung / [der] den Himmel bedeckt“ (Z. 13f) darstellt. Auch dies ist wieder mit der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zu vergleichen. Zunächst endete der Krieg und schon bald versuchte Deutschland sich zum Zwecke der Selbstverteidigung wieder zu bewaffnen und eine Armee zu gründen.
Die in der 1. Strophe erwähnte Auszeichnung kommt aber nicht nur denen zu, die im Krieg für ihr Land gekämpft haben, sondern auch Menschen die sich gegen diesen Krieg gestellt haben. Dies geschieht zwar nicht in Form eines Ordens, aber dennoch werden sie bis heute in Geschichten und Berichten gewürdigt und so ausgezeichnet. Es werden solche gewürdigt, die während des Krieges die Seiten gewechselt haben. Auch Menschen, die sich gegen den Fanatismus gegenüber dem Regime im Freundeskreis und der eigenen Familien gestellt haben werden mit Würdigungen bedacht. Ebenfalls wurden und werden solche gewürdigt, welche Befehle verweigert haben und so sich vor den Nürnberger Prozessen und andere vor dem Tod bewahrt haben.
Ein besonderes Merkmal des Gedichtes, das sich durch das gesamte Gedicht zieht, ist das Enjambement in allen drei Strophen. Sie zeigen, dass alles Beschriebene und insbesondere der Krieg nicht einfach zu Ende geht, sondern ein fortlaufender Prozess ist, der die Menschen lange verfolgt.
Dieses Gedicht ist durchaus auf die heutige Zeit übertragbar. Wenn man sich die Kriegspolitik der USA ansieht und sieht das ein Krieg nur auf dem Papier beendet ist. Jedoch für die Menschen im Irak dauert es noch eine lange bis sie aus den Wirren des Krieges herauskommen. Die Soldaten werden, wenn sie überhaupt zurückkehren, ausgezeichnet für eine Tat, die unmenschlicher nicht sein kann. Eine Auszeichnung dafür den Menschen in anderen Ländern, ihre Kultur genommen und die westliche Kultur aufgezwungen zu haben.
Alles in allem zieht Ingeborg Bachmann ein allgemeingültiges Resümee aus dem zurückliegenden Krieg und den Soldaten, die den Krieg überlebten.

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