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Titel / Referat: ökologische Bedeutung von Bergbächen - Gefahren

Schlagwörter: Bergbach, Gebirgsbach, Flachlandbach, Mittelgebirgsbach, Sedimentation, Pflanzen und Tiere im Bergbach, Stoffhaushalt im Fließgewässer –Spirale statt Stoffkreislauf, Gefährdung der Gewässer Hausaufgabe, Referat

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Die ökologische Bedeutung von Bergbächen

Ein Bach ist ein Fließgewässer mit einer Breite von weniger als fünf Metern und ein nicht allzu breites, mal schnell und mal langsam fließendes natürliches Gewässer. Breitere Fließgewässer gelten als Flüsse.
Kennzeichnend für den Bach sind die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers, die Temperaturverhältnisse, der Sauerstoffgehalt, die Lichtverhältnisse, die im Bach auftretenden Organismen.
Weiterhin charakteristisch für einen Bach ist, dass sein Wasserspiegel steigt oder sinkt, im Bach enthaltene Substrate sich verlagern und der Lauf des Baches sich mit der Zeit verändern kann. Der naturbelassene Bach unterliegt daher einer natürlichen Dynamik.
Blickt man auf die Gesamtstrecke eines Baches, so lassen sich ein Oberlauf, ein Mittellauf und ein Unterlauf unterscheiden. Demzufolge gibt es drei regionale Grundtypen von Bächen:


Kurze Beschreibung:
Gebirgsbach: In Gebirgsbächen herrscht wegen des größeren Gefälles eine stärkere Strömung, was für günstige Sauerstoffverhältnisse, aber auch für eine starke Erosion sorgt. Die Gewässersohle ist sehr steinig. Die im Gebirgsbach vorkommenden Tiere sind gegen Sauerstoffmangel sehr empfindlich. Wasserpflanzen kommen so gut wie gar nicht vor.
Flachlandbach: In Flachlandbächen ist das Gefälle am geringsten. Das Wasser fließt gemächlich in weiten Mäandern dahin. Sedimentation und Nährstoffreichtum sind recht groß, so dass die Gewässersohle relativ sandig und mit organischem Material durchsetzt ist. Bei geringer Strömung kommen zahlreiche Wasserpflanzen im Bach vor.
(Mäander=Flusswindungen)

Mittelgebirgsbach/Bergbach
Vorkommen: Der Bergbach kommt in allen Mittelgebirgsregionen vor.
Charakteristische Merkmale: In Mittelgebirgsbächen nimmt das Gefälle und damit die Strömung ab. Es kann im Bergbach auch ausgesprochen gefällearme Abschnitte geben, in denen weniger Dynamik auftritt. Das Gewässerbrett ist relativ breit und flach (nur 0,5-1m tief in der Mitte) und krümmungsreich. Die Fließgeschwindigkeit beträgt 0,2-0,8 m/s und bewirkt, dass der Bergbach auch im Winter nicht zufriert.
Die Wassertemperatur ist niedrig und schwankt jährlich im 20°C. Die Wasserspiegelschwankungen sind ebenfalls relativ stark und hängen von der Jahreszeit ab.

Sedimentation:
Durch die Strömung kommt es neben der Erosion auch zu einer Sedimentation. Kleinere Inseln und Kiesbänke entstehen immer wieder neu an verschiedenen Stellen.
Natürliche Veränderungen der Landschaft, wie sie seit Jahrmillionen geschehen, lassen sich anhand der Sedimentation im Bach erkennen. Erosion, Transport, Ablagerung, Weitertransport und erneute Ablagerung bei ständiger Zerkleinerung des Materials sind Gestaltungsprozesse in der Natur. Der Höhenunterschied zwischen den Quellgebieten und der Mündung, und damit die Fließgeschwindigkeit, ist im Gebirge so groß, dass nur grobes Geröll im Bergbach verbleibt. Feinkies und Sand werden in das Gebirgsvorland und die Ebene transportiert und dort abgelagert. Ganz feines Erosionsmaterial erreicht irgendwann das Meer.
(Sedimentation = Ablagerung von Stoffen, die an anderen Stellen abgetragen wurden)
Die dadurch im Bach entstehenden mannigfaltigen Kleinräume sorgen für eine Artenvielfalt an Flora und Fauna und bieten den verschiedenartigsten Wasserlebewesen eine Lebensgrundlage


Pflanzen im Bergbach:
Die Pflanzen im Bergbach müssen aufgrund der Strömung die Fähigkeit besitzen, sich fest verankern zu können Deswegen beschränkt sich die Vegetation in einem Bergbach hauptsächlich auf Algen und Moose..Die Moose bilden oft dichte Polster, die eng mit Spezialisten besiedelt sind.
Beispiele:
Rotalgen Froschlaichalgen (blaugrün), die bis zu 20cm lange Kolonien im Sommer ausbilden) (leider keine passenden Bilder gefunden)
Flutender Hahnenfuß (kein Moos),mehrjährige, flutende Pflanze in fliessenden Gewässern. Bildet teilweise größere Bestände...
Die Ufervegetation besteht je nach Landschaft aus Erlen, Eschen, Ulmen, Bergahorn und anderen Gehölzen.

Tiere im Bergbach:

Tiere haben für das Leben in schnell fließendem Wasser Anpassungen in Körperbau und Verhalten entwickelt. Dies zeigt sich vor allem an den Insekten, der wohl artenreichsten Tiergruppe des Bergbaches mit ca. 800 Arten.
Verschiedene Insektenlarven besitzen Saugplatten bzw. Saugnäpfe (z.B. Kriebelmücken).
Stein-,Eintags-, und manche Köcherfliegenlarven krallen sich mit Haken und Borsten am Untergrund fest. Köcherfliegenlarven beschweren ihr selbstgebasteltes Wohngehäuse mit Steinchen. Auf Erwärmungen und Verschmutzungen reagieren sie sehr empfindlich.
Die Larven mancher Insektenarten (wie auch die Perlmuschel) sitzen fest und beschaffen sich ihre Nahrung mit Fangarmen oder filtern sie mit engmaschigen Netzen aus der Strömung.
Einige Eintagsfliegenarten haben einen flachen, abgeplatteten Körper und einen wie eine umgekehrte Schaufel gebogenen Kopf, welches ein Abtreiben nahezu völlig verhindert.
Die meisten dieser Insekten ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenteilchen (dem Detritus).


Fische in diesem Bereich sind entweder sehr gute Schwimmer wie die Bachforelle oder leben flach an den Boden gedrückt wie die Mühlkoppe. Die Larven der Flussperlmuscheln nutzen die Bachforelle zur Ausbreitung. Sie setzen sich in den Kiemen der Bachforellen fest und gelangen mit ihrem lebenden „Öko-Shuttle“ in ihre jeweiligen Lebensräume.


In Höhlungen, unter Vorsprüngen und Steinen lebt der Flusskrebs. Der Flusskrebs kommt heutztage nur noch vereinzelt in sauberen Fließgewässern vor.

Als Vögel wären z.B. die Wasseramsel und der Eisvogel zu nennen. Die Wasseramsel sucht am Grund des fließenden Gewässers nach Nahrung und ist deswegen flach gebaut. Der Eisvögel nutzt durch Erosion entstehende Uferabbrüche als Lebensraum. In diesen, teilweise gut verdeckten Abbrüchen, gräbt er seine bis zu einem Meter tiefe Niströhre.


Stoffhaushalt im Fließgewässer –Spirale statt Stoffkreislauf
Fließgewässer sind offene Ökosysteme:
Aufgrund ihrer engen Land-Wasser-Vernetzung und der einseitig gerichteten Strömung ist der Stoffhaushalt stark von der umgebenden Landschaft abhängig, wobei die Abhängigkeit im Längsverlauf kontinuierlich abnimmt.
Das Nährstoffangebot im Bach ist von der Ufervegetation abhängig. Die Stoffe werden mit der Strömung flussabwärts transportiert und oft weit entfernt vom Herkunftsort und geraume Zeit nach ihrer Entstehung umgesetzt. Statt eines Stoffkreislaufes muss man daher eher von einer stromabwärts führenden Stoffspirale sprechen, die mit dem Blatt- und Totholzeintrag in die Oberläufe beginnt. Die Nährstoffproduktion findet also außerhalb des Gewässers statt. Das Pflanzenmaterial wird im Gewässer umgesetzt und liefert die Nahrungsgrundlage für die Organismen in weiter unten liegenden Gewässerabschnitten. Erst allmählich siedeln sich mit abnehmender Strömung auch Algen und Wasserpflanzen als gewässerinterne Produzenten an. Die Nährstoffproduktion nimmt immer weiter zu, bis sie im Unterlauf fast vollständig im Gewässer stattfindet. Durch den einseitigen Transport kommt es zu einer Nährstoffanreicherung im Längsverlauf.
Da der Bergbach noch im oberen Bereich anzufinden ist, ist sein Nährstoffgehalt relativ gering, die Sauerstoffsättigung hingegen hoch. Die hohe Sauerstoffsättigung hängt außerdem mit der guten Sauerstofflöslichkeit in kaltem Wasser zusammen.



Gefährdung des Gewässers
Bachbegradigungen und die Einleitung von Schadstoffen in die Bäche haben zu erheblichen Störungen des natürlichen Verlaufs geführt. Talsperren zur Hochwasserrückhaltung lassen den Fließgewässercharakter verloren gehen und sorgen für eine übermäßige Erwärmung des abfließenden Wasser. Auch die Überdüngung der Felder in Bachnähe durch die vielerorts übliche intensive Landwirtschaft sorgt für erhöhte Schadstoffwerte im Bach. Die Phosphat- und Nitratzufuhr führt zu einem verstärkten Algenwachstum, die Einleitung von Abwässern zu einer Massenvermehrung von Bakterien.
Selbstreinigungskraft des Baches:
Durch seine Selbstreinigungskraft kann der Bach dennoch die Ungleichgewichte bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Das Wechselspiel der Pflanzen und Tiere im Gewässer untereinander und zu ihrer abiotischen Umwelt sorgt dafür, dass die Fließgewässer Belastungen bis zu einem gewissen Grad selbst ausgleichen können.
Die zusätzlichen organischen Stoffe, die z.B. über Abwassereinleitungen in den Bach gelangen, bewirken, dass der Sauerstoffgehalt sinkt, da die organischen Verbindungen durch Oxidationsprozesse in anorganische Stoffe umgewandelt werden. Diese Umsetzungsprozesse sind nur durch eine Massenvermehrung von Destruenten (Bakterien) möglich. Die entstandenen Pflanzennährstoffe fördern nun das Algenwachstum  in einiger Entfernung von der Einleitungsstelle sind die Stoffe weitgehend abgebaut.
Schutz und Pflege
Der durchgängige Gewässerlauf muss möglichst wiederhergestellt werde und die Siedlungsabwässer sollten ausreichend geklärt sein.. Die verbauten Uferbereiche können renaturiert werden. Außerdem trägt die Unterschutzstellung intakter Bergbäche mit ihren Auen zum Schutz des Baches bei.
Der Schutz und die Pflege des Bergbaches ist von großer Bedeutung, da er aufgrund seines Artenreichtums eine wichtige und äußerst vielgestaltige Lebensader der Mittelgebirgslandschaften darstellt.
(Aue = feuchtes, flaches Gelände entlang eines Flusses/Baches)

 

Quellen:
www.wikipedia.de
Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Quellen, Bäche, Flüsse und andere Fließgewässer (Claus-Peter Hutter)
Naturspaziergang am Wasser (Ralf Blauscheck)

häufige Suchphrasen:
stoffspirale, köcherfliegenlarven körperbau, bachforellen referat, gefahren an fließgewässern, stoffkreisläufe des baches





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