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Titel / Referat: Geschichte Englands von den Anfängen bis zur Neuzeit

Schlagwörter: Vorrömische Zeit, Caesar, Gallien, sächsische, dänische Zeit, normannische, Hundertjähriger Krieg, Hausaufgabe, Referat

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Die Geschichte Großbritanniens
 
 
Vorrömische Zeit
Die Überlieferungen aus dieser Zeit sind naturgemäß lückenhaft und von einiger Unsicherheit geprägt. Ausgehend von den benutzten Werkzeugen kann dieser Abschnitt der Geschichte in 4 Perioden eingeteilt werden; Alt-Steinzeit, Jung-Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit. Die Entwicklung aller Perioden ging jeweils vom Südosten der Insel aus. Zeugnis dieser Epoche sind die Monumente von Stonehenge und Avebury. Aufgrund ihrer exakten Orientierung zum Sonnenaufgang der Sommersonnenwende wird angenommen, dass sie als Kalender für Riten und Feste dienten. Ab ca. 900 v.Chr. beginnt die Einwanderung der Kelten, die ab 750 v.Chr. weiter zunimmt.
 
Römische Zeit
Die römische Einflussnahme beginnt mit den Landungen Julis Caesars 55 und 54 v.Chr. als „Sicherung Galliens“. Der unerwartet heftige Widerstand der Stämme lässt die Römer erst knapp 100 Jahre später einen erneuten Versuch wagen. In der Zwischenzeit setzen zunehmend belgische Stämme nach Britannien über, u.a. den schweren Räderpflug einführen. Es entwickeln sich erste Städte und größere Befestigungsanlagen (Maiden Castle). Wahrscheinlich wird in dieser Zeit bereits der Grundstein eines Handelsplatzes nördlich der Themse gelegt, aus dem sich später London entwickeln sollte. Auch ohne direkten Einfluss der Römer setzt durch den Handel mit dem europäischen Festland eine zunehmende Romanisierung ein.
43 n. Chr. wird ein großer Teil Englands unter Kaiser Claudius von 4 Legionen erobert und die römische Provinz in den folgenden Jahren um Wales und Südschottland erweitert. Kaiser Hadrian lässt zwischen 122 und 127 den „Hadrianswall“ mit seinen 17 Kastellen errichten. Im Jahre 210 verstärkt Kaiser Septimus den Wall, nachdem ab 193 immer wieder Stämme aus dem Norden nach Süden vordrangen.
Für Britannien beginnt eine längere Friedensphase, die 5 größten Städte zu dieser Zeit waren Colchester, Lincoln, Gloucester, York und Verulamium. Währenddessen wuchs London (Londinium) zur größten Stadt (25.000 Einwohner) und zum größten Warenumschlagplatz Britanniens heran.


 
Im ausgehenden 3. Jahrhundert beginnen sächsische Piraten mit Plünderungen an den Nordseeküsten, schottische und irische Seeräuber belagern die Westküste. Zum Schutz der Handelswege und Küsten lassen die Römer befestigte Forts an der Ostküste errichten.
Ende des 4. Jahrhunderts erfolgen massive, kombinierte Angriffe der Pikten[1], Sachsen und Waliser, die zum völligen Zusammenbruch des Hadrianswalls führten. Die Römer ziehen sich aus ihrer britischen Provinz zurück und lokale Machthaber setzen sich an die Spitze der Verwaltungen. Die Städte verfallen unter ständigen Angriffen und Plünderungen der Sachsen immer mehr. Das im Römischen Reich zur Staatsreligion ausgerufene Christentum zieht sich auf Randbereiche und unter dem hl. Patrick nach Irland zurück, von wo aus es später nach Britannien zurückkehren sollte.
 
Sächsische und dänische Zeit
Viele Stämme der Angeln und Sachsen erreichen Anfang bis Mitte des 5. Jahrhunderts das heutige England, unterwerfen die dort lebenden Kelten und bilden einen lockeren Zusammenschluss von kleineren Königreichen[2]. Die Kelten verbinden sich über ein Jahrhundert lang (450‑550) zum Widerstand gegen die (heidnischen) Sachsen und erringen unter ihrem König Arthur eine Reihe von Siegen. Die Sachsen rücken nicht weiter vor und die Kelten halten Wales und Nordschottland. Im Westen Schottlands gründen in dieser Zeit gälischsprachige Iren das Königreich Dalriada.
In den sächsischen Gebieten wurde das Christentum als Erbe der Römer mit „Feuer und Schwert“ ausgelöscht.
Erst unter Abt Augustin erfolgt ab 597 in päpstlichem Auftrag eine Missionierung der Sachsen. Die alte römische Kirchenruine in Canterbury wird neuer Bischofssitz. Viele Klöster werden errichtet, von denen aus u.a. die Missionierung Nordfrieslands, Deutschlands und später auch Skandinaviens ausgehen sollte. Diese angelsächsische Kulturblüte findet ihr Ende mit dem Einfall der Wikinger im ausgehenden 8. Jahrhundert.
Die Dänen fassen 851 in der Themsemündung Fuß und rücken 865 mit ihrer großen Armee gegen die angelsächsischen Königreiche vor. Fast gleichzeitig fallen die Norweger von den Hebriden aus über die Insel her und nehmen York ein. Erst in der Schlacht von Ashdown 870 kann Wessex die Dänen besiegen und zurücktreiben und sie unter Alfred dem Großen nach der Schlacht von Salisbury 878 zum Frieden von Wedmore zwingen. Das dänische Hoheitsgebiet „Danelag“ wird festgelegt, die Dänen christianisiert. Es wird ein Verwaltungssystem auf Basis von „Shires“ und „Earldmoms“ geschaffen, das Heersystem wird reformiert und ein „gesamtenglisches Staatsbewusstsein“ gestärkt.
Unter Eduard dem Älteren (899-924), Sohn Alfreds, beginnt eine Rückeroberungswelle der dänischen Gebiete durch die Angelsachsen. 920 erkennen alle dänischen Gebiete die Hoheit Eduards an.
Ab 980 mehren sich die Angriffe der Wikinger erneut, der Abzug eines großen Heeres im Südosten der Insel wird mit 10.000 Pfund erkauft, die von den Grundbesitzer durch eine Sondersteuer - das sogenannte „Danegeld“- aufgebracht wird.
König Ethelred „the unready” (978 - 1016) heiratet in die Familie Richard II.- Herzog der Normandie, in der Hoffnung auf Unterstützung gegen die Wikinger, ein. Der Feldzug schlägt fehl, mehrere Einfälle der Wikinger (Dänen) folgen. 1013 wird England von den Dänen erobert und Ethelred flieht in die Normandie.
Der Däne Sven wird als König anerkannt, stirbt aber bereits 1014. Sein Sohn und Nachfolger Knut wird kurzfristig vom zurückgekehrten Ethelred vertrieben, kehrt aber bereits im darauf folgenden Jahr nach England zurück. Sowohl Ethelred als auch dessen Sohn Edmund sterben kurz darauf, die Angelsachsen bieten Knut die Krone an. Unter Knut dem Großen (1017‑1035) wird England Bestandteil des skandinavischen Großreiches. Knut trennt sich von seiner Ehefrau Aelfgifu und ehelicht Emma, Witwe Ethelreds und setzt in den Jahren seiner Herrschaft die Integrationspolitik seiner Vorgänger fort.
Nach dem Tode Knuts 1035 und dessen Söhnen und Nachfolgern übernimmt Eduard, Sohn von Emma und Ethelred, die Herrschaft über England. Der in der Normandie aufgewachsene Eduard besetzt hohe Staatsämter mit Normannen und machte Zusagen zur Thronfolge an Herzog Wilhelm der Normandie. Dies sorgte für offenen Widerstand im Lande.
In den nächsten Jahren zieht sich der König zunehmend vom Tagesgeschehen zurück und der Sohn seines engsten Vertrauten Godwin von Essex übernimmt nach und nach die Regierungsgeschäfte. Harold Godwinson schlug erfolgreich den walisischen König, der, mit Norwegern verbündet, die Westgrenze der Reiches bedrohte.
 


normannische Zeit
Nach dem Tode Eduards geht die Krone an Harold über, der sich jetzt gegen die „rechtmäßigen“ Erben der Krone - Harold Hardrada von Norwegen und Herzog Wilhelm der Normandie - zur Wehr setzen musst. Die mit Tostig, Bruder Harold Godwinsons, verbündeten Norweger zogen von York aus gen Süden. Harold schlug dieses Heer vernichtend am 25. September 1066 bei Stamford-Bridge und marschierte zurück zur Südküste, an der Herzog Wilhelm mit seinen Invasionstruppen gelandet war. Am 14. Oktober entscheidet sich in der Schlacht von Hastings die Herrschaftsfrage. Wilhelm trägt den Sieg davon und marschiert weiter nach London. Dort wird ihm, gegen das Versprechen, die alten Gesetze zu wahren, die Krone angeboten.
In England schlug Wilhelm der Eroberer aufkeimenden Widerstand nieder und ließ überall typisch normannische Befestigungen errichten. Darunter auch den Tower in London. Unter Wilhelm werden Lehns- und Heereswesen modernisiert. Die Earldoms werden aufgelöst und in Grafschaften umgewandelt - Söldner ersetzen die kämpfenden Bauern.
Nach Wilhelms Tod tritt dessen ältester Sohn Robert die Nachfolge im Herzogtum Normandie an, der jüngste Sohn Heinrich wird mit Geld und Renten abgefunden, während Wilhelm II. König von England wird. Dieser kam 1100 unter mysteriösen Umständen ums Leben. Heinrich reißt die Krone Englands an sich, während sich Robert, rechtmäßiger Erbe der Krone Englands, auf einem Kreuzzug befindet. Um Unterstützung durch Kirche und Barone zu erhalten, macht Heinrich I. bedeutsame Zugeständnisse. Die unter Wilhelm II. aufgetauchten Missstände sollten abgeschafft, die Freiheit in Zukunft stärker beachtet werden. Die Unterstützung wurde Heinrich I. gewährt, als dieser 1106 schließlich gegen seinen Bruder zog und nach der Schlacht von Tinchebray die Normandie unter seine Gewalt brachte.
Nach dem Tode Heinrich I. ergreift Stephan von Blois (1135-1145) die Macht. Er lässt sich in London zum König krönen, da die englischen Barone nicht bereit sind, sich der Herrschaft von Gottfried von Anjou aus dem Hause Plantagenet, verheiratet mit Mathilde, Tochter Heinrich I. zu unterwerfen.
Stephan I. will 1137 seine Herrschaftsansprüche in der Normandie gegen Mathilde und Gottfried von Anjou durchsetzen. Das militärische Unterfangen misslingt und es wird ein Waffenstillstand ausgehandelt. 1138 fällt der König von Schottland, David I. (1124-1153), Sohn von Margaret und Malcom III., in Nordengland ein. Das schottische Heer wird im „Battle of Standard“ geschlagen.
1150 tritt Heinrich, Sohn von Mathilde und Gottfried von Anjou das Erbe des normannischen Herzogtums an. Heinrich heiratet Eleonora, Gattin von Aquitanien und herrscht nunmehr über die Normandie, Anjou, Maine, Touraine und Aquitanien. Bereits 1153 fällt Heinrich in England ein und zwingt Stephan I. zum Vertrag von Winchester. Stephan darf weiter in England regieren, muss aber Heinrich adoptieren, um dessen folgenden Anspruch auf den Thron zu gewährleisten. Stephan I. stirbt 1154 und beerbt Heinrich II. (1154-1189).
 
Das Angevinische Reich bis zur Magna Charta
Heinrich II. erweitert die Grenzen seines Reiches auf dem Kontinent durch Heirat der Schwester König Ludwig VII. von Frankreich und durch Erbe der Herzogsherrschaft in der Bretagne. Der schottische König Malcom IV. erkennt 1157 auf diplomatischen Druck hin die Lehenshoheit Englands an, Wales folgt wenig später.
Unter Heinrich II. wird das Errichten von Burgen ohne königliche Zustimmung für rechtwidrig erklärt, Inhaber entsprechender Burgen mussten diese schleifen. Gleichzeitig wird das „Schildgeld“ erhoben, mit dem der König Soldritter anwirbt. Heinrich II. reformiert das Rechtswesen und schafft ein „Common Law“, ein für alle verbindliches Recht. Beweiserhebung und Tatsachenfeststellung erfolgt nicht mehr durch Reinigungseid und Gottesurteil, sondern durch eine lokale Geschworenenjury. Jeder freie Bürger konnte des weiteren in zahlreichen Fällen den Rechtsweg vor ein königliches Gericht einschlagen, der König auch jeden Fall in seine Gerichtsbarkeit stellen. Diese Reform bringt Heinrich II. in Konflikt mit der Kirche, da auch die kirchliche Gerichtsbarkeit betroffen ist.
Der Streit eskaliert, als 4 königliche Ritter 1170 den Erzbischof in der Kathedrale von Canterbury ermorden. Heinrich schwört daraufhin einen Reinigungseid und nimmt Teile seiner Reform zurück.
Heinrich II. teilt das Reich, nebst dem 1171 eroberten Irland auf seine 4 Söhne auf. Mit dem zugesprochenen Anteil unzufrieden, zieht Richard mit dem verbündeten französischen König gegen Heinrich II. Dieser stirbt 1189 und die Krone geht an Richard I. (1189-1199) über.
Richard Löwenherz geht 1190 auf den 3. Kreuzzug, um Jerusalem zu befreien. Auf dem Rückweg fällt er in die Hände des Herzog Leopold von Österreich, der ihn an den römisch-deutschen Kaiser Heinrich VI. ausliefert. Das Volk Richard Löwenherz’ bringt das geforderte Lösegeld von 150.000 Mark Silber auf, und darf nach der Rückkehr seines Königs dessen Feldzug gegen Frankreich finanzieren.


Richard, der zuvor seinen jüngeren Bruder Johann zum Nachfolger designiert hat, stirbt 1199 bei der Belagerung einer französischen Burg
Johann Ohneland (1199-1216) verschuldete nach Ansicht vieler Chronisten den Zusammenbruch des Angevinischen Reiches. Durch ungeschickte Heiratspolitik, die Einmischung des französischen Königs und dem vermutlichen Mord an einem möglichen Thronfolger verliert Johann bis 1204 sämtliche Ländereien auf dem Kontinent bis auf ein Gebiet südlich der Loire. Nach einem längeren Streit über die Besetzung des Erzbischofstuhls in Canterbury verhängt Papst Innozenz III. 1208 das Interdikt über Wals und England und exkommuniziert Johann ein Jahr später. Nach einer offiziellen Aufforderung des französischen Königs durch den Papst, Johann zu stürzen, zahlt dieser im Jahre 1213 eine Million Mark an den Papst. Bereits im darauf folgenden Jahr verbündet sich Johann mit den Welfen (Kaiser IV.) gegen Frankreich. König Philipp II. von Frankreich siegt auf dem Schlachtfeld von Bouvines und der Verlust der nord- und mittelfranzösischen Besitzungen wird für Johann endgültige Realität. Diese Entwicklungen führten zum Widerstand der englischen Barone gegen Johann und zum Erlass der „Magna Carta libertatum“. In diesem „Herrschaftsvertrag“ werden u.a. Freiheit der Kirche und des Adels bestätigt und eine Rechtschutzgarantie zugunsten aller freien Bürger festgehalten.
Nach dem Tode Johann Ohnelands wird dessen 9jähriger Sohn Heinrich König von England. Unter Heinrich III. wird die Westminsterabtei als gotische Kathedrale umgestaltet, der Klerus rigoros besteuert, das Schildgeld mit rücksichtsloser Härte erhoben und enorme Summen von den Juden erpresst. Es folgt ein erfolgloser Feldzug gegen Frankreich, um Poitous zurückzuerobern. Gegen die Zahlung hoher Geldsummen an den Papst und der Stellung enormer Truppenkontingente erhält Edmund, Sohn Heinrichs, die sizilianische Krone. Die Barone drohen Heinrich bewaffneten Widerstand gegen dessen Politik an. Der König lenkt teilweise ein. Dennoch zieht Simon von Montfort gegen Heinrich III. und gewinnt eine Schlacht, bei der im König und Thronfolger in die Hände fallen. Simon beruft 1265 ein Parlament ein, in dem erstmals nicht nur Kleriker und der hohe Adel vertreten sind, sondern auch niederadligere Ritterschaft und Vertreter der Städte. Doch die Barone versagen ihm zunehmend ihre weitere Unterstützung. Prinz Eduard, aus der Gefangenschaft entkommen stellt eine kleine Streitmacht auf und schlägt Simons Aufgebot bei Evesham am Avon vernichtend. Simon fällt und mit ihm auch die Rebellion.


Die königliche Machposition wird wiederhergestellt und Simon posthum des Hochverrats für schuldig befunden. 1267 werden die Statuten der Magna Carta ausdrücklich bestätigt und Eduard kann die Herrschaft über ein befriedetes England antreten.
Eduard I. (1272-1307) entschließt sich zum Krieg gegen Wales, als es zu einem Zerwürfnis mit Fürst Llewelyn d. Großen, der u.a. die Montfortrebellion unterstützt hatte, kommt. Die keltische Nachbarschaft, in zahlreiche Kleinfürstentümer zersplittert, widersetzte sich bislang im Schutze der Highlandzone Eroberungen. Nach einer Belagerung Llewelyns durch Eduard I. im Snowdown-Massiv wird der walisische Fürst zum Vertrag von Conway (1277) bewegt, der - bis auf einen Restbestand Llewelyns Besitzungen - Wales unter englische Lehensherrschaft stellt. Eduard I. beginnt mit dem Bau der großen Burganlagen von Caernarvon, Conway, Harlech u.a.
Die walisische Bevölkerung rebelliert 1282 gegen die Engländer, Eduard schlägt den Aufstand nieder und entschließt sich, Wales endgültig unter die englische Krone zu stellen. 1290 wendet sich Eduard Schottland zu und verheiratet seinen Sohn mit Margarethe, Königin von Schottland. Zur Ehe kam es nicht, da Margarethe überraschend starb. Es erhoben mehrere Parteien Anspruch auf den schottischen Königsthron. Der einberufene Gerichtshof unter Vorsitz von Eduard I. entschied sich für Johann Balliol als vielversprechendsten Kandidaten.
Die Beziehungen verschlechterten sich aber rapide, als Johann Eduard die Lehenstreue verweigerte und sich sogar mit dem Frankreich verbündete. Eduard I. zog daher kurzerhand gegen Schottland und nötigte Johann, die Königwürde an ihn abzutreten.
1294 entschließt sich Eduard zu einem Krieg um die Gascogne gegen den französischen König Philipp den Schönen. Die notwendigen Auslagen für Söldner werden auf das Volk umgelegt. König Phillip der Schöne wird von den Flamen vernichtend geschlagen und erkennt im Vertrag von Paris 1303 die Herrschaft England über der Gascogne an.
Währenddessen kommt es in Schottland zum Aufstand unter William Wallace, der von Eduard 1305 gefangen genommen und zum Tode verurteilt wird. Ein Jahr später lässt sich Robert Bruce vom Bischof von Glasgow zum König Schottland krönen und ruft zum Widerstand gegen die Engländer auf. Eduard I. plant Vergeltungsmaßnahmen, stirbt aber bereits 1307. Auch sein Nachfolger, Eduard II. wird nach der Niederlage von Bannockburn 1314 Schottland nicht unterwerfen können. Bis 1603 bleibt Schottland unabhängiges Königreich.
Eduard II. wird 1327 nach einem Komplott seiner französischen Ehefrau mit dem Waliser Roger Mortimer festgenommen und genötigt, zugunsten seines 14jährigen Sohnes Eduard III. abzudanken.
Dieser erkennt auf bestreben Mortimers im Vertrag von Northampton Robert Bruce als König eines von England unabhängigen Schottlands an und unterzeichnet ein Heiratsabkommen zwischen David, Sohn Roberts, und Eduards Schwester. Mortimer machte sich bei Volk und König zunehmend unbeliebt und Eduard III. lässt ihn 1330 festnehmen und als Hochverräter und Königsmörder verurteilen und hinrichten. Mit dem Tode Roberts, König von Schottland kündigt Eduard den Vertrag von Northampton auf. Doch die militärischen Kräfte Englands wurden durch den Hundertjährigen Krieg gebunden, so dass Schottland auch unter Eduard III. nicht erobert werden konnte.
 
Der Hundertjährige Krieg
Die Grundlage des Hundertjährigen Kriegs bildete unter anderem der Anspruch Eduard III. auf die französische Krone. König Karl IV., Sohn Philipp des Schönen starb 1328 kinderlos und die Linie der Karpetinger erlosch. Eduard III. hatte als Enkel Philipps begründete Ansprüche auf den Thron.
Die erste Schlacht zwischen Frankreich und England findet auf See bei Sluys im Jahre 1340 statt. Erst 1345 entschließt sich Eduard, die militärische Entscheidung auf dem Kontinent zu suchen. Er lässt Truppen in Flandern, der Gascogne und der Bretagne landen und schlägt die Franzosen 1346 bei Crécy-en-Ponthieu vor allem durch die Langbogenschützen vernichtend. Calais wird erobert und bleibt 2 Jahrhunderte lang unter englischer Herrschaft, Frankreich und England schließen 1347 einen siebenjährigen Waffenstillstand.
Im selben Jahr werden die in Nordengland eingefallenen Schotten geschlagen und ihr König David II. gefangen genommen.
Nach dem erneuten aufflammen des Krieges 1355 schlägt Eduard „der schwarze Prinz“ - Sohn Eduard III., die Franzosen bei Poitiers vernichtend. Der französische König Johann fällt in die Hände Eduards und unterschreibt schließlich gegen Zusage Eduards, auf den französischen Thron zu verzichten, einen Friedensvertrag.
Die andauernde Zeit des wirtschaftlichen Aufschwunges und Wachstums findet ein Ende, als 1315 und 1317 katastrophale Missernten eingefahren werden und 1348 die Pest England erreicht. Von den ca. 5-6 Millionen Einwohnern starben 40%. Dies hatte eine Verteuerung der Arbeitskräfte, ein Absinken der Bodenpreise und einen Preisverfall bei Nahrungsmitteln zu Folge. Die auf dem Kontinent einsetzende Wüstungsperiode machte auch vor England nicht halt.
1369 setzt sich der 100jährige Krieg fort, nachdem der französische König Karl V. England die Gascogne erneut abspricht. Mit Hilfe der kastilischen Flotte führen die Franzosen Plünderzüge in den Hafenstädten Südenglands durch. Auf dem Festland gelingt es den Engländern lediglich, einige große Städte zu halten, bis 1347 ein Waffenstillstand ausgehandelt wird.
Der erst 10jährige Sohn des „schwarzen Prinzen“ (somit Enkel Eduard III.) wird 1377 zum König ausgerufen. Unter Richard II. kommt es 1381 zum Bauernaufstand, durch Unzufriedenheit mit den Grundherren, den wirtschaftlichen und sozialen Wandlungen - hervorgerufen durch Pestepedemien - und den Misserfolg im Krieg gegen Frankreich. Der Aufstand wird durch den erst 14jährigen Richard teilweise durch Verhandlungen, teilweise blutig niedergeschlagen.
Richard heiratet nach dem Tode seiner ersten Frau die Tochter des französischen Königs Karl VI. und festigt die zwischenzeitlich immer wieder verlängerten Waffenstillstandsverträge. Heinrich festigt die englische Vormachtstellung in Irland durch die Entsendung eines großen Heeres.
Richard II. schafft ein innenpolitisches Klima von Furcht und gegenseitigem Misstrauen. Als Folge wird er später 1399 von dem von ihm verbannten Heinrich Bolingbroke, Earl von Derby gefangen genommen und zur Abdankung gezwungen. Das Parlament befindet den König zusätzlich für regierungsunwürdig und unterstützt so Bolingbroke. Da Heinrich Bolingbroke ebenfalls Enkel Eduard III. war (und somit Cousin Richard II.), fällt ihm durch das Erbrecht die Krone zu.
Unter Heinrich IV. (1399-1413) stabilisiert sich die innenpolitische Lage weitgehend, die religiöse Großzügigkeit seiner Vorgänger wird hingegen nicht fortgesetzt. Walisische Aufständische schlagen die englische Armee 1401, unterliegen aber endgültig 1409.
Heinrich IV. beerbt seinen Sohn Heinrich V. (1413-1422), der durch die Forderung der Wiederherstellung des Angevinischen Reiches den Krieg mit Frankreich wieder aufnimmt. Zu dieser Zeit streiten die Herzöge von Burgund und Orléans um die Vormachtstellung in Frankreich, was Richard V. ausnutzt.
Im August 1415 landet er mit 10.000 Mann in der Normandie, nimmt Harfleur ein und zieht weiter nach Calais, um dort den Winter zu verbringen. Auf dem Weg dorthin wird das englische Heer bei Béthancourt von den Franzosen gestellt, die zahlenmäßig 3:1 überlegen sind. Wie in den letzten Schlachten gegen die englischen Langbogenschützen verlieren die Franzosen erneut. Das Parlament bewilligt daraufhin weitere Gelder für den Krieg und die Eroberung der Normandie konnte 1417 abgeschlossen werden. Heinrich V. heiratet die Katharina, Tochter Karls VI. von Frankreich. Sowohl Heinrich als auch Karl sterben 1422 und der erst einjährige Sohn Katharinas und Heinrichs wird König von England und Frankreich. Johann und Humphrey, Brüder Heinrich V. übernehmen vorerst die Regentschaft.
In dieser Zeit tritt Jeanne d’Arc auf, die den Dauphin als rechtmäßigen König zur Macht führen und die Engländer aus Frankreich vertreiben will. Unter ihrer Führung erkämpfen die Franzosen einige wichtige Siege, bis sich das Blatt 1430 zu wenden beginnt und 2 Angriffe unter Jeanne d’Arc unter großen Verlusten erfolglos bleiben.
Sie gelangt in Gefangenschaft und wird als Hexerin und Ketzerin von den Engländern verurteilt und 1431 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Dennoch erobert das französische Heer weite Teile des Landes zurück und nimmt nach einem kurzen Waffenstillstand zwischen 1444 und 1448 die Gascogne und Normandie ein.
Mit Ausnahme von Calais hatte England damit sämtliche Ländereien auf dem Kontinent verloren und sollte diese auch nie mehr zurückgewinnen, damit endete der 100jährige Krieg 1453.
In diese Zeit fällt auch der sogenannte „Rosenkrieg“.
 
Der Rosenkrieg
Eine Auseinandersetzung der Häuser York (weiße Rose im Banner) und Lancester (rote Rose) um die Krone Englands. Dieser lange schwelende und von zahlreichen Auseinandersetzungen geprägte Konflikt endet mit dem Einmarsch Yorks in London und der Festsetzung Heinrich V.
Zwischenzeitlich gewinnt York den Kampf um die Krone, Eduard wird König, stirbt 40jährig und hinterlässt einen minderjährigen Sohn (Eduard V.). Dessen Vormundschaft übernehmen die Woodvilles, die Familie seiner Mutter. Richard von Gloucester lässt die Ehe zwischen Eduard IV. und Elisabeth Woodville für nichtig erklären und bekommt vom Parlament die Krone angeboten. Die Söhne Eduards IV. werden im Tower gefangen gehalten und später dort umgebracht.
Richard III. wird jedoch von Heinrich Tudor, letzter Erbe des Hauses Lancaster mit Unterstützung Karls VIII. von Frankreich 1485 in der Schlacht von Bosworth besiegt und stirbt auf dem Schlachtfeld.
 
Die Tudors
Heinrich VII. (1485-1509) heiratet Elisabeth, Tochter Eduards IV., und besänftigt so den Streit zwischen Lancaster und York.
1489 wird die Ehe zwischen Heinrichs Sohn Arthur und Katharina von Spanien beschlossen, die Tudor-Dynastie von Frankreich und Spanien anerkannt. Heinrichs Tochter Margarete Tudor wird mit dem schottischen König Jakob IV. verheiratet, was die Grundlage für die spätere Vereinigung der Länder bildet.
Da Arthur jung stirbt, ist der Weg frei für dessen Bruder Heinrich, die Nachfolge des Vaters anzutreten.
Heinrich VIII. (1509-1547) heiratet Katharina von Aragon und zieht auf Bestreben seines Schwiegervaters 1512 gegen Frankreich und das verbündete Schottland in den Krieg. Heinrich war siegreich, König Jakob fand den Tod und Heinrichs Schwester regierte Schottland.
1525/17 lässt sich Heinrich VIII. auf eine Affäre mit Anna ein und verlangt die Scheidung von seiner Ehefrau. Der Papst droht diesen Fall negativ zu bescheiden, als sich Heinrich entschließt, der englischen Kirche zu drohen. Diese sagt sich daraufhin von Rom los.
1533 ehelicht Heinrich VIII. seine Mätresse, nachdem der kirchliche Gerichtshof die Ehe mit Katharina für ungültig erklärt hatte.
Unter Richard Cromwell, engster Berater Heinrichs, werden Verträge aufgesetzt, die die Kirche zwar unabhängig von Rom, aber abhängig von der Krone machen.
Anne gebar Heinrich nur eine Tochter, Elisabeth, worauf dieser erneut an seiner Ehe zweifelte und sich auf eine Affäre mit Jane Seymour einlässt. Als Katharina stirbt, lässt Heinrich eine Untersuchung gegen Anne wegen Hochverrats einleiten. 1536 wird Anne hingerichtet und Heinrich heiratet Jane Seymour, die bei der Geburt des gemeinsamen Sohnes Eduard stirbt. Heinrich stirbt 1547 und hinterlässt seinem 9jährigen Sohn ein Land in einer wirtschaftlichen und religiösen Krise.
Der Ratgeber Eduards VI. lässt die Verfolgung der Protestanten einstellen und fördert die Reformer. Auf Druck des Grafen von Warwick lässt Eduard seine Schwestern Mary, die fliehen kann, und Elisabeth zu Bastarden erklären. Nachdem das schottische Parlament die versprochene Heirat zwischen Maria Stuart und Eduard für ungültig erklärt, kommt es zu einem erneuten Krieg zwischen England und Schottland, der 1547 für England entschieden wird. Maria Stuart flieht nach Frankreich und heiratet Francois, Sohn des französischen Königs.
Nach dem Tode Eduards VI. 1553 wird Mary Tudor in London zur Königin bestimmt. Unter ihrer Herrschaft erstarken die konservativen Kräfte; die protestantischen Bischöfe werden durch katholische ersetzt.
1554 kommt es zu einem Aufstand gegen Mary und zugunsten Elisabeths, der blutig niedergeschlagen wird. Elisabeth bleibt im Tower in Haft.
 
Herrschaft Elisabeths
Nach dem Tode der kinderlosen aber mit Philipp II. von Spanien verheirateten Mary I. 1558, besteigt Elisabeth I. den Thron und trennt sich wenig später von der katholischen Kirche. Diese Entscheidung nötigt Papst Pius V., Elisabeth 1570 zu exkommunizieren.
Maria Stuart kehrt nach dem Tode ihres Gatten Francois 1561 nach Schottland zurück. Die protestantische Elisabeth erkennt in der katholischen Maria Stuart, als Urenkelin Heinrichs VII. zur Thronfolge berechtigt, eine Gefahr. Maria Stuart wird des Hochverrats angeklagt und 1587 hingerichtet.
Die Wirtschaft Englands erstarkt unter Elisabeth durch Handel und auch Freibeuterei (vornehmlich gegen Spanien). Philipp II. schickt die 1588 spanische Flotte nach England, die der englischen Flotte unter Sir Francis Drake zwar nicht unterlag aber auf dem Rückweg nach Spanien große Verluste hinnehmen musste. Elisabeth schickt eine Invasionsflotte gegen Spanien, die allerdings erfolglos bleibt. Philipp baut seine Flotte wieder auf und zieht 1595 erneut gegen England.
In den Jahren 1568 und 1579 kommt es im besetzten Irland zu blutigen Aufständen, die verlustreich niedergeschlagen werden können. Trotz englischer Niederlagen unterschreibt der irische Rebellionsführer O’Neill 1603 einen Waffenstillstand mit England. Irland befindet sich wieder unter Kontrolle Englands.
Vor ihrem Tode lizenziert Elisabeth die Ostindien-Kompanie und gibt Kaufleuten somit das Monopol auf den britischen Ostindienhandel. 1603 erbt Jakob, Sohn Maria Stuarts als direkter Nachfahre Heinrichs VII. den Thron und vereinigt so die Kronen Schottlands und Englands. Nach dem Frieden mit Spanien 1604 konnte England seine erste Kolonie in Nordamerika gründen -Jamestown.
Jakob I. setzt die protestantische Richtung Elisabeths fort. Er ehelicht Anna von Dänemark und verheiratet die gemeinsame Tochter Elisabeth mit dem calvinistischen Friedrich von der Pfalz. Jakob lässt allerdings die Katholiken im Lande gewähren, was letztendlich zur berühmten „Pulververschwörung“ führt.
Eine Gruppe fanatischer Katholiken plant, das Parlamentsgebäude des Königs während einer Versammlung zu sprengen und anschließend die Macht an sich zu reißen. Das Komplott wird aufgedeckt und der Katholizismus in der Bevölkerung seit dem mit Mord und Attentat in Verbindung gebracht.
Jakob scheitert an einer Vereinigung Schottlands und Englands unter einer Kirche, einem Gesetz und einem Parlament.


Der anfängliche Pro-spanische Kurs Jakobs wird auf Drängen des Parlaments später zu einem anti-spanischen, was zu ersten Unstimmigkeiten zwischen König und Parlament führt. Nach dem Tode Jakob I. übernimmt dessen Sohn Karl die Krone.
 
Der Weg in die Revolution
Karl I. heiratet die katholische Tochter Heinrichs IV. von Frankreich, was letztendlich zu Spannungen mit Frankreich führt. Die Hoffnung auf Kriegsbeute lässt Karl I. gegen den Willen des Parlaments eine Flotte zur Eroberung Cadiz’ schicken. Der Erfolg bleibt aus. Ebenso scheiterte die Befreiung der französischen Hugenottenstadt La Rochelle nach der Kriegserklärung an Frankreich 1620. 1629 wird der Frieden mit Frankreich im Vertrag von Susa wiederhergestellt.
Die Bewilligung der Kriegsgelder und die Besteuerung der umgeschlagenen Waren führen schließlich zu offenem Protest im Parlament, das von Karl letztendlich aufgelöst wird. Erst 1640, als der König die Bewilligung des Parlamentes für neue Kriegsmittel benötigt, tritt es nach 11jähriger Abwesenheit wieder zusammen. Das Geld wird für die Durchsetzung einer einheitlichen anglikanischen Kirche in Schottland benötigt. Der Feldzug scheitert und die Schotten besetzen englisches Land und stellen Forderungen. Karl I. ruft erneut das Parlament ein, das sogleich Forderung stellt, die Karl I. mit der Verurteilung seines besten und engsten Beraters erfüllt.
 
Die Bürgerkriege und das Commonwealth of England
Nach Streitigkeiten zwischen König und Parlament kommt es 1642-1649 zum ersten Bürgerkrieg. Der Südosten des Landes einschließlich London wird vom Parlament gehalten, königstreue Truppen haben Winterquartier in Oxford bezogen. Nachdem die Schotten dem englischen Parlament Truppen stellen, ist Karl I. massiv unter Druck. Die Truppen des Parlaments unter Oliver Cromwell erringen nach einigen Schlachten den Sieg und Karl I. begibt sich in den Hand der schottischen Armee.
Das Parlament unter Oliver Cromwell übernimmt die Regierung, konnte aber keine dauerhafte Entscheidung ohne Zustimmung des König treffen, weshalb dieser de facto König von England und Schottland blieb.
1648 rücken die Schotten, diesmal auf Seiten Karls I., nach England vor, werden aber in der Schlacht von Preston vernichtend geschlagen. Karl I. hatte die Schotten gegen England geführt und wurde deshalb in einem Sondergerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Cromwell ruft die Republik aus, die fortan von gewählten Vertretern des Volkes regiert werden soll.


Die Mehrheit Irlands hingegen ist, bis auf Dublin, weiterhin königstreu. 1649 entsendet Cromwell 15.000 Mann und entfacht einen unmenschlichen, äußerst brutalen Feldzug, an dem sich der irische Hass auf England entzündet. Noch im selben Jahr zieht er gegen die Schotten, die Karl II. als König anerkennen. Die Schotten werden vernichtend geschlagen, Karl II. flieht nach Frankreich und Schottland wird von England beherrscht. 1652-1654 kommt es aufgrund des holländischen Transportmonopols und Englands Gegenmaßnahmen zum Krieg. 1654 zieht Cromwell gegen das katholische Spanien. Das Parlament entwickelt sich zunehmend zu einer Art Militärdiktatur, an der auch Cromwells Sohn und Nachfolger Richard in dessen kurzer Amtsperiode nichts ändert. Der Ruf nach der Einsetzung Karls II. wird immer lauter. Dieser besteigt 1660 den Thron. Aufgrund seines ausschweifenden Lebens und seiner vielen unehelichen Kinder ist die Nachfolge Karls II. unklar, weshalb dessen jüngerer, katholischer Bruder Jakob II. die Königswürde erbt. Dessen pro-katholische (Kirchen-)Politik ruft Aufstände im Süden Englands hervor treibt das Parlament zu einer Bittschrift an den holländischen Wilhelm III. von Oranien, Jakob II. abzusetzen. Wilhelm setzt nach England über und marschiert kampflos in London ein, während Jakob II. nach Frankreich flieht. Das Parlament erklärt daraufhin Wilhelm III. 1689 zum König von England, als dieser die „Bill of Rights“, die Einführung der konstitutionellen Monarchie, unterzeichnet. Keines der Kinder Wilhelms und Maria erreicht das Erwachsenenalter, weshalb Marias Schwester Anne zur Königin ausgerufen wird.
 
Königreich Großbritannien bis zur Französischen Revolution
Auch Annas Söhne sterben jung, weshalb das Parlament 1701 den „Act of Settlement“ verabschiedet, der die Erbfolge dem protestantischen Hause Hannover[3] zusprach.
Das schottische Parlament weigert sich anfangs, stimmt aber unter Druck zu und unterzeichnet schließlich sogar den „Act of Union“, der beide Länder, gegen vielfachen Protest der Bevölkerung, vereinigt.
Der Konflikt mit Frankreich, das Aufgrund der Machtübernahme des feindlich gesinnten Hollands ungehalten ist, spitzt sich zu. England erklärt 1702 Frankreich den Krieg. Trotz vieler Erfolge unter Annas Heerführer Marlborough schleppt sich der Krieg hin und die Bevölkerung wird zunehmend unzufriedener. 1713 wird der Frieden mit Frankreich im Vertrag von Utrecht festgehalten.
Nach dem Tode Annas 1714 wird gemäß des „Act of Settlement“ der Welfe Georg zum König ernannt. Unter dem beim Volk recht unbeliebten König Georg I. (1714-1727) blüht u.a. die Ostindien-Kompanie auf.
Unter Georgs Nachfolgern tritt Großbritannien auf der Seite Preußens in den Siebenjährigen Krieg (1756-1763) gegen Frankreich, Österreich und Russland ein. Besonders erfolgreich ist für Großbritannien der Krieg in den Übersee-Kolonien. So können den Franzosen Gebiete in Indien und die Kolonien in Amerika abgenommen werden und die eigene Vormacht-stellung auf See weiter ausgebaut werden.
Unter Georg III. (1760-1820) verliert Großbritannien seine Kolonien in Nordamerika, da mit Sondersteuern versucht wird, die Kosten des Siebenjährigen Krieges zu decken. In der Folge kommt es zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, bei dem die Kolonisten von Frankreich unterstützt werden und letztendlich vom britischen Mutterland unabhängig werden. Es schien, als ob nun eine Zeit des Friedens und des Wohlstandes anbrechen sollte, da Großbritannien Steuern und Rüstungsausgaben herabsetzte. Doch 1793, wenige Tage nach der Hinrichtung Ludwigs XVI. während der Französischen Revolution, erklärt Frankreich Großbritannien den Krieg. Die Bank von England stellt ihre Zahlungen ein, Preissteigerungen greifen um sich und in Irland bricht die Revolution aus. Mit dem „Act of Union” wird Irland 1800 aber mit Großbritannien vereint. 2 Jahre später wird auch der Krieg mit Frankreich im Vertrag von Amiens beigelegt. Doch bereits 1803 entschließt sich Napoleon, in England einzumarschieren. Eine Koalition Großbritanniens mit Österreich und Russland zwingt Napoleon vorerst zur Aufgabe des Planes. 1805 kommt es zur berühmten Seeschlacht von Trafalgar unter Admiral Nelson, bei der die französische Flotte quasi vernichtet wird und den Grundstein für die britische Seehoheit legt. Dennoch erlangt Napoleon die Herrschaft über den Kontinent bis zur Schlacht bei Waterloo. Großbritannien verlor in diesem Krieg 50.000 Mann, Frankreich 2 Millionen. Die europäischen Staaten waren geschwächt, Großbritannien untermauerte seine Weltmachtstellung.
Mit dem aufgeschlossenen Wilhelm IV. kommt es in den folgenden Jahren zu sozialen und wirtschaftlichen Reformen. Gewerkschaften werden zugelassen, Kinderarbeit beschränkt, Sklavenarbeit abgeschafft und das Strafrecht angepasst. Die Industrie und Wirtschaft erstarken während der sogenannten „Industriellen Revolution“.
 
Vom Imperialismus bis zur Nachkriegszeit
Großbritannien besetzt Mitte des 19. Jahrhunderts Zypern und Ägypten und muss in seinen Kolonien Aufstände Niederschlagen. So werden die Briten in Afghanistan 1842 zum ersten mal geschlagen; 2 weitere Niederlagen sollten folgen. 1903 kommt es zu einer Besetzung Tibets im Streit um die Vorherrschaft in Zentralasien. Großbritannien gibt seine Bündnisfreiheit auf und schließt mit Japan ein Flottenbündnis und 1904 schließlich die „entente cordiale“ mit Frankreich. Die „entente cordiale“ wird 1907 um den Bündnispartner Russland erweitert, während eine Einigung über ein politisches Abkommen mit Deutschland fehlschlägt.
Nach dem Ende des 1. Weltkriegs kommt es 1919 in Irland zur offenen Auflehnung. Die irische republikanische Befreiungsarmee beginnt mit Unterstützung aus Amerika einen Kleinkrieg gegen die „Royal Irisch Constabulary“. Der englisch-irische Vertrag von 1921 sichert Irland unter Abtrennung Nord-Irlands die Eigenständigkeit unter der Krone zu. 1922 proklamiert Georg V. den irischen Freistaat, der ein Jahr später dem Völkerbund beitritt und 1948 aus dem Commonwealth austreten sollte.
Auch in Indien kommt es zu Aufständen, die blutig niedergeschlagen werden. In England kommt es in den Jahren 1919/20 zu Arbeiterstreiks, während die Arbeitslosenzahl weiter steigt. 1926 kommt es zu einem versuchten Generalstreik, der nach 9 Tagen abgebrochen wird - Gesamtschaden: 3 Milliarden Mark.
Die Weltwirtschaftkrise macht auch vor Großbritannien nicht halt und die Arbeitslosenzahl steigt auf 3 Millionen. 1931 steht das Land kurz vor dem Staatsbankrott.
Großbritannien erklärt 1939 Deutschland den Krieg und verliert in den kommenden 6 Jahren 400.000 Mann auf den Schlachtfeldern Europas. 18 Millionen BRT an Schiffsraum gehen verloren, das Land ist am Ende des Krieges hoch verschuldet und auf Hilfe der USA angewiesen.
Großbritannien muss sich auf Druck der USA am internationalen Währungsfonds und an der internationalen Weltbank für Wiederaufbau und Entwicklung beteiligen. Im Gegenzug profitiert auch Großbritannien vom Marshall-Plan.
In den Nachkriegsjahren hat der Wohnungsbau oberste Priorität, Nahrungsmittel müssen teilweise noch bis 1954 rationiert werden.
Nach und nach scheiden die ehemaligen Kolonien als Republiken aus dem Commonwealth aus und Großbritannien ist gezwungen, sich in seiner Politik mehr dem europäischen Festland zuzuwenden.

 

 



[1] bei römischen Geschichtsschreibern Sammelbegriff für die keltischen Stämme Schottlands
[2] Kent, Essex, Wessex, Sussex, Mercia, East Anglia, Northumbrien
[3] die Welfen
Quellen:
Höpfl, H.-„Geschichte Englands und des Commonwealth“, 2. Aufl., Frankfurt a.M.: Societäts-Verlag, 1973
Kluxen, K.-„Geschichte Englands: von den Anfängen bis zur Gegenwart“, 3. Aufl., Stuttgart: Kröner, 1985
Krieger, K.F.-„Geschichte Englands: von den Anfängen bis zum 15. Jahrhundert“. 2. Aufl., München: C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, 1996
 
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