![]()
>> zur Hauptseite
|
Hausaufgabe oder Referat einsenden und bis zu 25 Frei-SMS kassieren. Titel / Referat: Beethoven, Ludwig van (1770-1827)Schlagwörter: Bonn; Musikerfamilie; Christian Gottlob Neefe; Bonner Hofkapelle; Wolfgang Amadeus Mozart; Heiligenstädter Testament; Unvollendete; Improvisationskunst; Fidelio Hausaufgabe, ReferatThemengleiche Dokumente anzeigenLudwig van
Beethoven
© 1997
Lebenslauf
geboren am 17.12.1770 in Bonn Musik
Verglichen mit den beiden anderen Komponisten der Wiener Klassik, Haydn und Mozart, hatte Beethovens Musik weit stärker den Charakter einer persönlichen, bekenntnishaften Musik. Infolgedessen war er auch beim Publikum weitaus beliebter und geachteter. Beethovens
Improvisationskunst
...muß unwahrscheinlich brillant und erstaunlich gewesen sein. Ein
Zeitgenosse berichtet auszugsweise: “...in welcher Gesellschaft er sich
auch befinden mochte, er verstand es, einen solchen Eindruck auf jeden
Hörer hervorzubringen, daß häufig kein Auge trocken blieb,
während manche in lautes Weinen ausbrachen; denn es war etwas Wunderbares
in seinem Ausdrucke, noch außer der Schönheit und Originalität
seiner Ideen und der geistreichen Art, wie er dieselben zum Ausdruck
brachte...".
Sein Einfallsreichtum zeigt sich auch darin, daß er oft stundenlang
an der Orgel oder dem Klavier improvisieren konnte, ohne langweilige Musik zu
produzieren. Nichtsdestotrotz verwendete er zum Komponieren seiner Werke trotz
seines Einfallreichtums Skizzenbücher.
Beethovens
Gehörleiden
Ab 1795 fing Beethovens Gehör an, sich zu verschlechtern. Bis 1800
hielt dies Beethoven geheim, doch ab 1800 begann sich sein Gehör sehr rasch
zu verschlechtern, was in späteren Lebensjahren zur Taubheit führte -
für einen Musiker die wohl größte “Strafe", denn er
arbeitet mit seinem Gehör.
Obwohl man versuchte, ihm mit Hörrohren, oder mehrfach gespannten
Klavierseiten zu helfen, mußte sich Beethoven schließlich mit Hilfe
von Konversationsheften “unterhalten".
Trotz alledem blieb seine musikalische Vorstellungskraft ungebrochen, wenn
gleich er seine Werke auch nur noch innerlich hören konnte. Man hält
seine unvollendete 9. Symphonie, die er in völliger Taubheit schrieb, sogar
für seine schönste und faszinierendste Komposition.
Der Verlust seines Gehörs isolierte ihn jedoch zunehmend von seinen
Mitmenschen. Manch wunderliches Verhalten Beethovens, seine oft kritisierte
Störrigkeit und Feindseligkeit finden darin ihre Erklärung (s.
Heiligenstädter Testament).
Logischerweise war er mit seiner nahezu völligen Taubheit als Dirigent
nicht mehr geeignet. So dirigierte er, ganz in sich und seine Vorstellung seiner
Kompositionen versunken, mit überschwenglichen Gesten, die das Orchester
oft mehr verwirrten, als ihm halfen, da es ihm immer schwerer gelang, zu
erfassen, was im Orchester wirklich vor sich ging.
Brach das Zusammenspiel daraufhin zusammen, entlud sich seine aufgestaute
Spannung gegen die Musiker.
Deshalb gingen die Wiener dazu über, heimlich hinter Beethoven einen
zweiten Dirigenten aufzustellen, dem die Musiker dann folgten. Diese Anekdote
zeigt aber auch, welch hohe Achtung die Wiener vor Beethoven hatten - sie
hätten ihn ja auch einfach als Dirigenten “absetzen"
können.
Das Heiligenstädter
Testament
In diesem Schriftstück, daß Beethoven um 1802 abfaßte,
versucht Beethoven, die Probleme, die sich aus seiner fortschreitenden Taubheit
ergeben, zu erklären und zu entschuldigen.
Es folgt ein Auszug:
“O ihr Menschen, die ihr mich für feindselig, störrisch und
misanthropisch haltet, ..., wie unrecht tut ihr mir, ihr wißt nicht die
geheime Ursache von dem was euch so scheint!. ... empfänglich für die
Zerstreuungen der Gesellschaft mußte ich mich früh absondern, einsam
mein Leben zubringen; wollte ich auch zuweilen mich einmal über alles das
hinaussetzen, o wie hart wurde ich durch die verdoppelte traurige Erfahrung
meines schlechten Gehörs dann zurückgestoßen, und doch
war’s mir nicht möglich, den Menschen zu sagen: sprecht lauter,
schreit, denn ich bin taub! ... Drum verzeiht ..."
Quellenangaben: Der Knaur, Lexikographisches Institut München, 1990,
Seiten 513-514;
Das Große Lexikon der Musik, Herder, 1978 Freiburg; beethoven referat synphonien, beethoven fidelio referat, referat-beethoven, beethoven referat, referat von beethoven |
||||