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Titel / Referat: Böll, Heinrich: Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Schlagwörter: Kriminalerzählung; Zeitung; Medien; Tötges; Mord; Sensationen; Privatsphäre, Hausaufgabe, Referat


Heinrich Böll
Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Autor:
Heinrich Böll wurde 1917 in Köln geboren. Nach der Matura machte er eine Buchhändlerlehre. 1939- 1945 war er Soldat und nach 1945 studierte er Germanistik in Köln. Seit 1951 ist er freier Schriftsteller.
Thema seiner ersten Erzählungen sind die Sinnlosigkeit des Krieges und die trostlose Nachkriegszeit. ,,Helden" seiner Werke sind Soldaten und Heimkehrer, Durchschnittsmenschen und Opfer der Gesellschaft. In seinen späteren Erzählungen und Romanen kritisiert Böll aus der Sicht des kritischen Katholiken unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft.
Er wendet sich gegen die Lieblosigkeit, Scheinheiligkeit und Gleichgültigkeit mancher Mitmenschen, aber auch gegen die kirchliche Obrigkeit.
Werke:
  • Der Zug war pünktlich (Kriegserzählung)
  • Wo warst du, Adam ? (Kriegsroman)
  • Und sagte kein einziges Wort (Roman vom Zusammenbruch der Ehe eines Heimkehrers)
  • Das Brot der früheren Jahre (Liebesgeschichte aus der Nachkriegszeit)
  • Haus ohne Hüter (Roman vom Los der Kriegswitwen und –Waisen)
  • Billard um halbzehn (Zeitkritischer Roman vom Aufbau, Zerstörung und Wiederaufbau einer Abtei in drei Generationen)
  • Ansichten eines Clowns (Zeitkritischer Roman gegen die Scheinheiligkeit katholischer Funktionäre, die die Lebensgefährtin eines Clowns dazu veranlassen, ihren Geliebten zu verlassen, weil er die Ehr als Vertrag ablehnt. Von allen gemieden, wird der Clown zum Bettler)
  • Gruppenbild mit Dame
  • Die verlorene Ehre der Katharina Blum (Kritik an der Sensationsgier der Journalisten)

Gattung: Erzählung
Sprache: zuerst objektive Erzählberichte (wie z.B.: Polizeiprotokolle, Recherchen), später immer stärker werdende Ironie (Karneval, Bewaffnung, Vernehmungsmethoden der Polizei, Abhören), schließlich subjektive Parteinahme für Blum; öfters Einmischungen des Erzählers (Erklärungen, Vorgreifen, Rückblenden).
Zeit: 1974; Gegenwartsliteratur

Personen:
Katharina Blum: Sie ist eine ehrliche Frau, die ohne böse Absichten versucht ihr Leben in Ordnung zu bringen. Doch durch den Druck der Senstationspresse, wird sie selber zur Verbrecherin
Inhalt:
Katharina Blum ist eine 27 jährige Frau. Sie hat eine unglückliche Kindheit, da sie in einer sehr armen Familie aufgewachsen ist. Als sie erwachsen ist, heiratet sie, doch die Ehe ist nicht von langer Dauer. Alleine zieht sie in die Stadt, wo sie beim Ehepaar Blorna eine Anstellung findet. Blum führt deren Haushalt, da beide berufstätig sind.
Sie findet auch eine Wohnung. Endlich scheint es, als würde ihr Leben zum ersten Mal in sicheren Bahnen gleiten.
Eines Abends, ist sie auf ein Fest bei ihrer Patentante Else Woltersheim eingeladen. Dort lernt sie einen jungen Mann namens Ludwig Götten kennen, in den sie sich auch gleich verliebt. Sie nimmt ihn mit in ihre Wohnung, ohne zu ahnen, dass er ein Verbrecher ist.
Am nächsten Morgen steht die Polizei vor ihrer Tür, da sie beobachtet hat, dass Götten in ihrer Wohnung ist. Doch sie kommen zu spät, denn der Verfolgte ist schon längst verschwunden. Nun muss Katharina mit ins Polizeirevier kommen. Sie wird abgeführt und dort verhört. Sie wird verdächtigt, die Komplizin von Götten zu sein.
Plötzlich scheint es so, als hätte sich jeder gegen sie gestellt. Nur Familie Blornas und Frau Woltersheim sind noch auf ihrer Seite. Besonders die Medien haben sich gegen sie verschworen.
Katharina kann dem ganzen Druck nicht mehr stand halten und wird, obwohl sie bisher unschuldig ist, in eine Straftat getrieben. Sie tötet den Journalisten Tötges, der viel Falsches über sie geschrieben hat und viel an Katharinas schlimmer Situation beigetragen hat.
Historischer Zusammenhang: Ende der 60-er Jahre wollte die Baader- Meinhof- Gruppe gewaltsame änderung der Gesellschaft (Bankraub, e.t.c.)
Interpretation:
In diesem Werk kritisiert Böll den Senstationsjournalismus. Denn das erste Ziel von Jounalisten ist die Sensation bzw. eine „Story“, welches sie mit Hilfe von übertreibungen und durch Verdrehung der Wahrheit erreichen. Für ihn beinhaltet die Zeitung eine niveaulose, gewalttätige Sprache, die Gewalt provoziert. Ebenfalls kritisiert Böll den Staat, bzw. die Polizei, und deren Vernehmungspraktiken, Einsatzmethoden usw. Der Autor will mit diesem Werk zeigen, dass Gewalt gewalttätig macht. Katharina Blum, ist durch Gewalt, von einer unschuldigen, braven Bürgerin, zu eine Mörderin geworden. Und das nur, weil die Presse sie fertig gemacht hat. Die Reporter, haben Katharina nur als ein Objekt gesehen, dass ihnen eine gute „Story“ einbringen kann. Ohne daran zu denken, dass sie vielleicht ein Menschenleben zerstören, verfassen sie Lügengeschichten.

Eigene Meinung:
Mir gefällt das Buch, da es einfach und gut verständlich geschrieben ist. Ebenfalls gefällt mir der Schreibstil des Autors gut.








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