![]()
>> zur Hauptseite
|
Hausaufgabe oder Referat einsenden und bis zu 25 Frei-SMS kassieren. Titel / Referat: Abschaffung der SklavereiSchlagwörter: Hausaufgabe, ReferatThemengleiche Dokumente anzeigenDie Abschaffung der Sklaverei
Im Süden Nordamerikas - von Louisiana bis Virgina und von Carolina bis
Mississippi - war nach der ersten
Kolonisation durch Engländer und Franzosen eine
feudalistische Wirtschaftsform mit Großplantagen
entstanden. Auf den riesigen Plantagen - Robert Carter besaß zum
Beispiel 70.000 Morgen, der spätere Präsident Jefferson immerhin
11.000 Morgen - wurden vor allem Baumwolle und Tabak angebaut, Kulturen, die mit
Hilfe ausreichender Mengen an Sklaven betrieben wurden. So sah man immer wieder
aneinandergebundene Schwarze zu den Sklavenmärkten ziehen; die aus Afrika
oder den westindischen Inseln in Charleston oder Norfolk einlaufenden Schiffe
entluden ihr lebende Fracht an amerikanischen Ufern. Auf den hitzeflimmernden
Feldern arbeiteten schwitzend und schwermütige Lieder singend schwarze
Männer, Frauen und auch Kinder.
Ein Gesetz Virginas besagt, dass ein entflohener und wieder gefangener
Sklave vom Gendarm zunächst ausgepeitscht, dann dem Nachbarbezirk
übergeben, wieder ausgepeitscht und so von Hand zu Hand weitergegeben
werden musste, bis er auf der heimatlichen Plantage angelangt war, wo ihn sein
Herr beliebig bestrafen durfte. Man hielt Bluthunde und eigene, meist brutale
Sklavenjägertrupps, die den Flüchtigen nachsetzen sollten.
Während die Plantagenherrn in unvorstellbarem Reichtum in ihren
schlossartigen Besitzen lebten, wurden in einiger Entfernung davon die Sklaven
in der „Sklavenzeile“ wie Vieh in Pferchern untergebracht. Man
züchtete Neger, da sie Werte darstellten, und verschacherte ohne
Rücksicht auf Familienbande Frauen, Kinder und Männer ganz nach
Belieben oder Nachfrage.
Sklaverei hat es seit jeher gegeben: Seit der Mensch entdeckt hatte, dass
sein Mitmensch einträglichste Ausbeutungsobjekt ist, dass unaufhörlich
Wert und Dienstleistungen produziert. Alle antiken Völker haben
Kriegsgefangene, Schuldner, überschüssige Kinder armer Leute, Besiegte
oder Fremde versklavt. Es gab in jenen Zeiten als Energiequellen nur Wind,
Wasserkraft oder tierische Kraft. Der am leichtesten von Ort zu Ort zu
schaffende, am leichtesten steuerbare auszubeutende der antiken Wirtschaft und
Produktion war jedoch der Sklave. Im römischen Reich galt der Sklave als
„res mobile“ - als „bewegliche Sache“; und erst einige
menschenfreundlichere Gesetze des Philosophenkaisers Hadrian gaben den
Versklavten einen gewissen gesetzlichen Schutz.
Das Christentum endete wenig oder nichts an diesem Zustand; das ganze
Mittelalter hindurch gab es die Halbsklaverei der Leibeigenschaft und die
Ausbeutung der Hörigen. 1442, mit dem Vordringen der Portugiesen in Afrika,
entdeckten diese geschickten Kaufleute den Markt mit „schwarzem
Elfenbein“ und transportierten zunehmend Neger.
Die Entdeckung und Eroberung Amerikas machte die unterworfene
Indiobevölkerung der Inseln, später Mexikos, Perus oder Venezuelas, zu
unmenschlich behandeltem Arbeitsvieh christlicher Plantageros oder
Bergwerkbesitzer. Aus Mitleid mit der schwächeren, wie Fliegen
dahinsterbenden Indiobevölkerung schlug um 1517 der Bischof Las Casas Karl
V. die Einfuhr von Negern in Amerika vor. Der „Assiento-Handel“ -
das Privileg des Sklavenhandels - entstand, an dem sich dann Flamen, Genuesen,
Franzosen und bald auch Engländer beteiligten.
Die Briten befuhren die „Goldene Route“. In Bristol oder
Liverpool legten die Schiffe, beladen mit Tuch, Glasperlen, Messerchen oder
Spiegeln, ab, brachten ihre Ware an die Elfenbein-, Sklaven- oder
Goldküste, wo sie die Ware mit 300 % Gewinn an Negerhäuptlinge und
arabische Sklavenjäger übergaben. Dafür trieben diese die
Bevölkerung ganzer Dörfer und Landstriche den Händlern zu. In nur
meterhohen Zwischendecks, auf Stroh gebettet und aneinandergekettet in
stinkender, qualvoller Enge, fuhren die Ladungen lebender Fracht zu den
Westindischen Inseln. Dort wurden die überlebenden verkauft - ebenfalls mit
400 - 500 % Gewinn. Für dieses Geld kauften die Schiffer Zuckerrohr,
Baumwolle, Gewürze und andere Kolonialwaren und brachten die Fracht nach
Bristol zurück, wo sie noch einmal etwa 500 % Gewinn buchten. Am
Menschenhandel - der auch die armseligen Zuwanderer weißer Rasse: Arbeiter
aus Wales, schottische Hirten oder irische Kleinbauern, nicht ausschloss -
beteiligten sich auch die nordamerikanischen Plantagenbesitzer seit Beginn des
17. Jahrhunderts mit großem Nutzen.
Freiheitlich denkende Menschen, vor allem Quäker, protestierten schon
frühzeitig gegen diesen menschenunwürdigen Handel und brachten 1807
die „Abolition Act“ - ein Gesetz gegen den Negerhandel der Briten -
durch. Von da an wurden die schwarzen Sklaven nicht mehr aus Afrika oder
Westindien eingeführt, sondern auf den Plantagen selbst
„gezüchtet“. Im Jahre 1848 wurde auch den Franzosen der Handel
mit Sklaven verboten.
Der Geist der Freiheit und der Menschenrechte, aber auch die zunehmende
Möglichkeit, menschliche Arbeitskraft profitträchtiger durch Maschinen
zu ersetzen bzw. Neger durch Proletarier (die man beliebig im Falle des
Absatzstopps sich selbst überlassen konnte) abzulösen, machte die
großbürgerlich-feudale Gesellschaft aufgeschlossener für die
Freigabe von Sklaven. Eine Dampfmaschine ließ sich leichter einsetzen . .
. Nur für die Großlandwirtschaft waren noch nicht die zahlreichen
Bearbeitungs- und Erntemaschinen erfunden, und deshalb blieb der amerikanische
Süden weiterhin bei seiner Sklavenwirtschaft.
Am 28. August 1833 erfolgte ein endgültiges verbot von Sklaverei und
Sklavenhandel innerhalb des britischen Weltreichs. In den USA erfolgte 1862 die
Proklamation von Präsident Abraham Lincoln, durch die alle Sklaven auch der
Südstaaten für frei erklärt wurden. Der nordamerikanische
Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten entflammte über dieser
Frage; Die Nordstaaten gewannen ihn, und so blieb die Sklaverei abgeschafft.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war sie in fast allen Staaten der Welt offiziell
geächtet; allerdings trat im Zuge des ins Kraut schießenden
Hochkapitalismus und der rapide wachsende Mechanisierung der Industrie an die
Stelle des Sklaven der ausgebeutete Proletarier.
+: Inhaltlich in Ordnung. Nicht nur auf die amerikanische Sklaverei
beschränkt.
-:Schlecht strukturiert und ohne Literaturverzeichnis.
referat über neger sklaven, abschaffung der sklaverei, bristol referat, abschaffung sklaverei, hausaufgaben aus afrika |
||||