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Grundinformationen
Geschichte
Klima
Nationalparks
Flora und Fauna
Verkehr Wirtschaft
Grundinformationen
Alaska ist der größte Bundesstaat der USA, der eine
Gebiet von 1518800 km² also etwa die 4½fache Fläche der BRD
einnimmt. Es umfaßt ca. 60.000 km Küstenlänge. Von Alaska ist
fast nichts in Privatbesitz, ca. 12% wurde Verbänden von Ureinwohnern
übertragen, die restlichen 88% stehen unter der Kontrolle von Washington
und Juneau. Die Ost-West-Ausdehnung ist 1.) 3.200 km, die
Nord-Süd-Ausdehnung ist 2.) 2.000 km. Man kann diese Entfernungen mit 1.)
Der Strecke Hamburg – Tunis oder London – Ural und 2.) Berlin -
Moskau vergleichen. Alaska ist durch Kanada vom geschlossenen Staatsgebiet
der USA abgetrennt, in der Nordwestecke Nordamerikas. “Großes weites
Land”, Alachschka, Aleaksu, Alakhskhak, Alaksu, Alscaj, Alaschka,
Alayeksa, so wurde und wird es von den Ureinwohnern, den Alëuten und
Indianern, den Inuit (Eskimos), Tlingit, den Haida und Athapaska genannt. Der
Name wird vom aleutischen Wort ”Festland” abgeleitet. Im Norden
wird Alaska vom Nordpolarmeer, im Westen von der Beringstraße und vom
Beringmeer , im Süden vom Atlantik begrenzt. Der nächste Nachbar im
Westen jenseits der an der schmalsten Stelle nur 85 km breiten
Beringstraße ist die Sowjetunion wobei zwischen diesen 85 km noch die zwei
kleinen Diomedes Inseln liegen. Das 1959 als 49. Bundesstaat in die Union
aufgenommene Land gliedert sich in drei große Landschaftsräume: Im
Süden verlaufen entlang von vielen Fjorden und Buchten zerschnittenen
Pazifikküste vergletscherte Hochgebirge, die in der Alaskakette im 6198m
hohen Mt. McKinley, dem höchsten Berg Nordamerikas, gipfeln; das Innere,
das überwiegend zum Einzugsgebiet des Yukon gehört, ist Tiefland und
Mittelgebirge. Das nördliche Drittel Alaskas wird von der bis 3050 m hohen
Brookskette durchzogen, die nach Norden in eine weite Ebene an der Beaufort
übergeht. Etwa ein Drittel Alaskas ist Baumlose Tundra, unter der der
Boden bis in große Tiefen gefroren ist. ( tw. Bis unter 600 m) Nur etwa 5%
der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Das ursprünglich von
Indianern und Eskimos dünn besiedelte Land gehörte bis 1867 zu
Rußland; dann kauften es die USA den Russen für 7,2 Mio. US$ ab. Das
war ohne Zweifel ein guter Kauf, denn Alaska hat ein großes potential an
Naturschätzen: Holz, Fische, Pelztiere und nicht zuletzt bedeutende
Vorkommen von Erdöl, Erdgas, Kohle, Zinn, Eisen, Gold, Silber, Blei, und
anderen Metallen. Der Reichtum zog immer wieder Pioniere und Abenteurer an,
die wellenartig ins Land strömten. Beim berühmten Goldrausch am Ende
des 19. Jh. wuchs die Bevölkerungszahl z.B. von einigen hundert Einwohnern
im Jahr 1880 auf über 40000 zwischen 1900 und 1910 an. Ein stetiges
Bevölkerungswachstum setzte allerdings erst seit 1940 ein. Heute sind noch
etwa ein fünftel der Einwohner Eskimos und Indianer. Insgesamt kommen auf
Alaska 550.043 Einwohner (Stand 1990). Das heißt, daß auf 3
km² eine Person kommt. Wobei allein schon die Hälfte der Einwohner
Alaskas in Anchorage, der größten Stadt Alaskas, der Hauptstadt
Juneau und der anderen großen Stadt Fairbanks lebt. Somit ist die
Verstädterungsrate schon bei 50%. Angenommen die restliche Bevölkerung
kommt vom Land, so kommt auf 6 km² gerade eine Person wenn man von den
Stadtgebieten absehen würde. In Deutschland dagegen kommen auf einen
km² 226 Personen also auf 3 km² in denen in Alaska eine Person wohnt
678Menschen.
Fakten und
Tradition
1926 veranstaltete “The American Legion” und
“Department of Alaska” einen Wettbewerb in Alaskas Schulen um eine
Flagge zu entwerfen. Der Entwurf von dem 13 jährigen Benny Benson
setzte sich durch. Er schrieb zu seinem Entwurf: “Das Blau soll den
Himmel und die Staatsbkumem das Vergißmeinnicht darstellen. Der Nordstern
soll die Zukunft und gleichzeitig die notlichste Region der USA darstellen. Das
Sternbild soll einen Bären darstellen, der die Kraft Alaskas demonstriert.
Motto des Staates: “North to the Futur” =
“Im Norden liegt die Zukunft”
Lied der Staates
(Flaggenlied): Eight stars of gold on a field of blue Alaslas flag.
May mean to you The blue of the sea, the evening sky, The mountains lakes,
and the flowers nearby; The gold of the early sourdoughs dream; The
prezious gold of the hills ans streams; The briliant stars in the northern
sky, The “Bear”- the “Dipper”- and, shining
high, The great North Star with its steady light, Over land and sea a
beacon bright. Alaska´s flag-to Alaskans dear, the simple flag of a
last frontier. (von Marie Drake)
Der offizielle Vogel
Alaskas: Das Schneehuhn (seit 4.2.1955)
Der Fisch
Alaskas: Der Königslachs (seit 25.3.1963)
Die
Staatsblume: Das Vergißmeinnicht (seit 28.4.1917)
Der
Leitbaum des Staates: Die Sidkafichte (seit
1962)
Geschichte
Mit höchster Wahrscheinlichkeit war das Nordamerikanische
Festland mit dem Festland Asiens vor 12000-40000 Jahren mit einander verbunden.
Heute hat die Beringstraße (die Verbindung zwischen Asien und Nordamerika)
etwa eine Tiefe von 70 m. Durch den Anstieg des Meeresspiegels wurde die
Verbindung zwischen den beiden Kontinenten jedoch wieder von einander
isoliert. Während der Zeit, in der es möglich war über die
Landbrücke in das neue Land einzuwandern, machten sich viele auf den Weg in
das neue Land. Richtig bekannt wurde Alaska allerdings erst vor ca. 250
Jahren, als der dänische Kapitän Vitus Bering 1741 das Alaska
entdeckte. Zu dieser Zeit fuhr er unter Russischer Flagge. Die neu gekrönte
Zarin Elisabeth interessierte sich nicht für seine Entdeckung. Allerdings
waren die Kaufleute um so mehr interessiert, als sie davon erfuhren, daß
dort die Meerotter lebt. Sie ließen Expeditionen machen. Die Alëuter
mußten unter dieser Entdeckung sehr leiden, sie wurde versklavt und
ausgebeutet. Von ursprünglich 16000 überlebten gerade 2000-3000 das
Massaker. Heute ist nach ihm die Zwischen Rußland und Alaska verlaufende
Bering Straße (Bering Strait) und die nördlich der Alëuten
Inseln Beringmeer benannt. Das “Pelzfieber” trieb die Russen von
Insel zu Insel immer weiter nach Osten bis zu Festland. Allein auf den Beiden
Pribilof-Inseln schlachteten die Russen zwischen 1786 und 1830 drei Millionen
Tiere ab. Innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten war die Seeotter fast
ausgerottet. Ein anderer Pionier war der Engländer James Cook. Nach ihm
wurde der Cook-Intel, die Meerenge vor Anchorage benannt. Auf seiner Suche nach
einer Nord West Passage ging er vor dem heutigen Anchorage vor Anker. Nach ihm
ist auch das heute beste Hotel in Anchorage benannt. Anchorage heißt
übrigens übersetzt Ankerplatz. Zwischen 1799 und 1867 war Alaska
eine russische Kolonie, bis sie 1867 von dem damaligen Außenminister
Seward für 7,2 Mio. den Russen abgekauft wurde. Es war im Vergleich ein
Spottpreis. Die Russen wußten nicht, was ihnen an dem unerforschten und
abgelegenem Land verloren. Die Russen machten sich an den Walfang, der zwischen
Anfang und Mitte des 19. Jh. einen Boom hatte. Doch schon wenige Jahre nach dem
Verkauf Alaskas waren die Walbestände so weit eingegangen, daß die
Fänger immer weiter in das Nordpolarmeer vordringen mußten, um Wale
zu erreichen. Die Amerikaner ließen Bald vom Fang ab und gingen nun an das
unerforschte Alaska. Bald stellte sich heraus, welche ein günstiges
Geschäft sie Allein im Jahr 1903 erwirtschaftete man nur im Bergbau
schon das 10 Fache des ursprünglichen Kaufpreis. Man schätzt,
daß bis heute alleine nur durch Fischfang und Bergbau sollen schon 5
Milliarden US$ verdient worden sein. ¼ des US Bedarfs an Öl werden von
alaskanischem Öl gedeckt, das per Pipeline nach Anchorage und danach weiter
mit dem Schiff in die USA gelangt.
Seit 1959 ist Alaska der 49. Staat
der USA. Davor stand es unter einer Selbstregierung. Viele Journalisten,
insbesonders Horace Greeley, der Herausgeber der New York Tribune stellten den
Kauf Alaskas stark in Frage.
1880 finanzierte der deutsche
Bergbauingenieur Georg Pilz die Goldsuche, in dem er die beiden Mienenarbeiter
Joe Juneau und Richard Harris auf die Suche schickte. Beide machten sich mit dem
Kanu auf den Weg. Von Sitka einer Kleinstadt am Pazifik, südöstlich
von Juneau brachen sie auf. Sie umrandeten die Insel im Süden, und fuhren
dann die Chathamstraße hinauf. An einem Bachzulauf stießen sie dann
tatsächlich auf Gold. Nachdem die Zeitungen den Fund öffentlich
machten, brach ein Goldrausch aus. Viele Abenteurer suchten ihr Glück in
der Suche nach Gold. So entstand innerhalb kürzester Zeit eine
Goldgräberstadt mit 1200 Einwohnern, die nach Juneau benannt wurde. Dampfer
schafften die Tausenden, die vom schnellen Glück durch Gold glaubten nach
Alaska. 1886 wurde ein weiteres großes Goldvorkommen am Fortymile River,
einem Zufluß des Yukon gefunden. Noch mehr Menschen pilgerten nach Norden,
und schon bald fand man Scharen von Schürfern am Yukon sowohl in Alaska,
als auch im benachbarten Kanada. Der größte Fund wurde 1896 am
Klondike gemacht. Drei Goldsucher hatten das Glück, die bislang reichste
Goldader gefunden zu haben. Allerdings war die Zeit gar nicht so glorreich, wie
es immer scheint. Die meisten, die die Gebiete, in denen Gold gefunden wurde
erreichten, mußten deprimiert feststellen, daß die besten Claims
schon abgesteckt waren. Sobald die Goldsucher verschwanden, weil die
Ausbeute knapper wurde, zeigten sich zerschundene Flußufer und Berge von
Abraum. Noch heute, kann man die Narben von damals noch deutlich erkennen. Nach
Schätzungen wurde allein am Klondike Gold im Wert von ca. 3000000 US$
gewonnen. Durch den Goldrausch wurde aber auch das Interesse an anderen
Rohstoffen gefördert. So kam es, daß ein Konsortium ein Eisenbahnnetz
anlegte, um das gewonnene Kupfer weiter transportieren zu können. Als nach
30 Jahren die Rohstoffpreise stiegen, und Fördermengen nachließen,
verabschiedete sich der Zusammenschluß aus dem Geschäft. Sie
hinterließen die Geisterstadt Kennicott im östlichen Alaska. Heute
liegt sie im “Wrangell-Saint Elias-Nationalpark und
Schutzgebiet”. Die gesamte alaskanische Geschichte und Wirtschaft wurde
von Raubbau an der Natur geprägt. Sogar die scheinbar unerschöpflichen
Lachsgründe waren in den 50er Jahren fast erschöpft. Über Jahre
riegelten Fischeruntenehmen Flußmündungen ab und verhinderten so die
Regeneration der Bestände. Durch die vielen Krisen im nahen Osten wurde
das Erdöl Alaskas interessant. Zwar konnte es 1950 noch nicht bewiesen
werden, daß es Erdölvorräte gäbe, obwohl seit der
Jahrhundertwende 165 Probeborungen durchgeführt wurden. Trotzdem sicherten
sich bis 1955 alle bedeutenden Ölgesellschaften und private Spekulanten
insgesamt 20000 km² Pachtland. 1957 stieß die kleine
kalifornische Ölgesellschaft “Richfield Oil” auf das erste
nennenswerte Ölvorkommen Alaskas. Es lag unter Rentierweiden am Swanson
River 50 km südlich von Anchorage. Zwar gab die Quelle täglich nur 140
Kubikmeter Öl aber trotzdem war es eine historische Entdeckung. Durch diese
neuen wirtschaftlichen Perspektiven konnte man den Status eines US Bundesstaates
beanspruchen. 1959 konnten die Bewohner Alaskas dann endlich ihren willen
durchsetzen. Sie wurden als 49. Staat aufgenommen. Die Regierung gab den
Ölgesellschaften anreize bei ihrer Such weiter nach Norden vorzudringen.
Zugleich setzte die Regierung die Aufhebung das Bohrverbot in der
nördlichen Küstenregion durch, denn Teams des US Geological Survey
hatten dort auf militärischem Sperrgebiet Ölvorkommen gefunden. Im
Dezember 1967 stieß ein Bohrteam der Atlantic-Richfield Company in Prudhoe
Bay am Polarmeer auf Öl. Das vorkommen zeigte sich mit 240000 Kubikmetern
pro Tag als das bisher größte Nordamerikas. Wegen Streitigkeiten um
Gebietsansprüche der Ureinwohner vergingen 10 Jahre, bis die
Ölgesellschaften mit dem Bau der 1300 km Langen Pipeline nach Valdez fertig
waren. Durch das viele Öl wurde Alaska sehr reich. Während der
Blütezeit nahm der Staat durch Erdölsteuern und Förderabgaben
jährlich 4 Mill. US$ ein. Nur wenige Jahre zuvor betrug das Budget gerade
400 Mio. US$. Auf diesen plötzlichen Reichtum folgten nicht nur Glück
sondern auch Korruption und Verschwendung des Geldes.(Ölpumpstation siehe
Bild) Durch das Öl konnte Alaska nun die dringend benötigten
Schulen, Abwässerkanäle und Kulturzentren bauen. Aber auch hier wurde
Geld in überflüssige Projekte, wie z.B. für ein
landwirtschaftliches 100 Mio. US$ Projekt, das im rauhen Klima der Region zum
Scheitern verurteilt war. Da das Öl für Alaska eine so wichtige
Rolle spielte, wurden Schutzmaßnahmen der Natur und regelmäßige
Ölalarm-Übungen vernachlässigt. Diese Versäumnisse machten
sich am 24. März 1989 bemerkbar, als der Öltanker Exxon Valdes auf
Grund lief, 41 Mio. Liter Öl verlor und damit die größte
Umweltkatastrophe Nordamerikas verursachte. Der Staat und die Industrie
ergriffen Sofortmaßnahmen, die jedoch nicht sehr hilfreich waren.
Weil die Einkommen immer weiter fallen, hofft die Mehrheit der
Bevölkerung auf die Erschließung neuer Ölquellen. Die
republikanischen Abgeordneten machten sich in einer Kampagne dafür stark,
die Aufhebung eines Bohrverbots in einem 7000 km² großen
Küstenstreifen mit geschützter Tundra innerhalb der Arctic Wildlife
Refuge durchsetzen. Doch die außenstehende US Bevölkerung macht sich
sorgen, daß durch Freigaben von Gebieten die Natur in Alaska zerstört
wird. Durch diese große öffentliche Diskussion wurde auch Bill
Clinton aufmerksam. Er erklärte öffentlich, daß er gegen eine
Ausweitung des Ölabbaus in Alaska ist. Allerdings wird er in der Zukunft
wegen des Rechtsrutsches im Kongreß wohl Probleme kriegen, den Standpunkt
weiter durch zu setzen. Ständig finden irgendwelche Kleinkriege statt,
in denen über die Freigabe von der Natur zur Ausbeutung die Rede ist. Erst
kürzlich verklagte er die Bundesregierung auf einen Schadensersatz von 29
Mill. US$: Der Kongreß habe Land unter der Kontrolle der
Bundesbehörde einseitig der Verpachtung an Mienengesellschaften entzogen
und den Staat Alaska so um Milliarden gebracht. Der Gouverneur hatte freieren
Zugang für Bulldozer in geschützte Gebiete verlangt. 1980 hatte
Jimmy Carter durch eine Unterschriftensammlung bewirkt, daß fast ein
drittel des Landes unter Naturschutz gestellt und somit keinen Zugang der
“Boomer” zuläßt. Bruce Babbitt ist Kabinett Clintons
für alle Naturschutzgebiete der USA verantwortlich. Zum Thema Alaska und
deren Zerstörung aus wirtschaftlichen Gründen äußerte er
sich einmal folgendermaßen: “Wir haben eine furchtbaren Preis
bezahlt, als wir die lower 48 entwickelt haben. Wir haben Flüsse
eingedämmt, die Bisons abgeschlachtet, Wälder niedergeholzt. Ich will
nicht, daß Alaska diesen Preis ebenfalls bezahlt. Alaska ist der letzte
Ort mit einem machtvollen intakten Ökosystemen und großer
regenerativer Natur. Wir müssen sie erhalten.
Klima
Auf drei Seiten ist Alaska von Meer umgeben. Neun Monate und
länger sind die Nordküsten des Landes vom Eis des Arktischen Ozeans
blockiert. Der Südteil hingegen, der von der warmen Pazifischen
Strömung bespült wird, bleibt das ganze Jahr über eisfrei. Die
Alëuten Schwelle bildet nach Süden hin eine höchst wirksame
Barriere. Die pazifische Strömung kommt nur schwach in das Beringmeer,
daß deshalb sehr kalt ist. Der Nordteil der Beringmeer ist die Hälfte
des Jahres über mit einer Treibeisdecke überzogen ist. Für die
Wetter- und Klimaverhältnisse in Alaska sind die drei Meere von
größter Bedeutung. Allerdings verhindern die Gebirgsketten, die
fast den ganzen Südteil Alaskas bedecken, daß das Meer direkt auf das
Klima Einfluß nimmt. Insbesondere des Meeres, das am wärmsten ist und
aus dem Süden heranströmt. Die Feuchte Warmluft des Südens wird
der Zutritt verwehrt und damit ein ausgedehnter Austausch zwischen dieser und
der arktischen Kaltluft über dem Festland verhindert. Auch die Brookskette
im Norden schränkt den Luftaustausch stark ein. Das nach Norden und
Süden abgeriegelte innere Alaskas besitzt daher ein ausgeprägtes
Kontinentalklima. Die kalten Meere im Norden und Westen
verstärken zudem noch mit der lang dauernden Eisbedeckung eine
Verstärkung des Kontinentalklimas. Nur wenig ist ihr mildernder
Einfluß auf einem schmalen Küstenraum zu bemerken. Die westlich
und südwestlich des alaskanischen Festlandes im Bereich der Alëuten
haben durch eine Tiefdruckrinne einen besonders harten Winter. Die
Südküste dagegen steht das ganze Jahr über mehr oder weniger
unter dem Einfluß warmer südlicher und südwestlicher
Luftströmungen. Von den Alëuten wandern die Wirbelstürme, die in
jeder Jahreszeit Klima und Wetter eines Großteils ganz Nordamerikas
beeinflussen, ostwärts. Entlang der Küstengebiete Alaskas werden sie
nach Osten und Südosten abgedrängt, wo sie sich schließlich im
südlichen British-Columbia und in der Gegend der Grenze zwischen
British-Columbia und dem Staat Washington den Kordillerenwall treffen. An
den hohen Küstengebirgen erreicht in Folge der Thermik die
Niederschlagsmenge vielerorts außerordentlich hohe Werte.
Südostalaska und das Küstenland British-Columbias gehören zu den
niederschalgreichsten Gegenden der gemäßigten Zone überhaupt.
Ketchikan, der südlichste der großen Orte Alaskas, ragt mit einem
Jahresmittel von über vier Metern hervor. Nach Norden und Westen nehmen die
Niederschläge, wie auch die Temperaturen ab. Sitka z.B. hat etwas über
zwei Meter. Kodiak 1,5 Meter. Die Zahl der Regentage beträgt im
Durchschnitt etwa 200 (Juneau 231) Auch der Schneefall ist beträchtlich
(Juneau über 2,5 Meter). Doch schwankt die Schneemenge je nach der Lage der
einzelnen Stationen außerordentlich. Die zahlreichen ausgedehnten
Vorlandgletscher vermehren durch ihre abkühlende Wirkung zweifellos lokal
die Niederschlagsmenge. Überhaupt sind die klimatischen Unterschiede in dem
gewaltigen Gebirgsbereich und um den Golf von Alaska von Ort zu Ort sehr
verschieden. Besonders im Inselgewirr der Panhandle, wo die Berghänge auf
der Ozeanseite oft in dichte Wolken gehüllt sind, während am inneren
Ende der Wasserstraße schönster Sonnenschein herrscht. Um so
größer die Entfernung von der Küsten ist, um so weiter sinkt
normalerweise die Niederschlagsmenge. Der weit im Cook Intel gelegenen Orte
Anchorage erhält beispielsweise weniger als ½ m Niederschlag im Jahr,
während das auf der Halbinsel Kenai gelegene, dem offenen Alaska-Golf
zugekehrte Steward über 1,5 m abkriegt. Der Großteil der
Niederschläge besteht aus Land- und Sprühregen der vorzugsweise in den
Herbst und Wintermonaten fällt, aber auch die Sommermonate sind
regenreich. Mit den hohen Niederschlagsmengen im Küstengebiet ist ein
echt typischer ozeanischer Temperaturablauf verbunden. In Ketchikan beträgt
die jährliche Durchschnittstemperatur +6,4 °C, das Mittel des
wärmsten Monats in (Juli) ist +14,2 °C, das des kältesten
(Januar) –1,5 °C. In Dutch Harbour auf den Alëuten liegt das
Jahresmittel bei +4,3 °C in Anchorage im innersten, schon weniger
ozeanischen Abschnitt des Cook Inlet schwankt es zwischen 0 und +1°C. Dabei
sind auch die Extremwerte nicht sehr hoch. In Ketchikan beträgt nach
langjährigen Beobachtungen das absolute Maximum +35,6°C, das Minnimum
–22,3°C; im extrem ozeanischen Gebiet der stlichen Aleuten (Dutch
Harbour) liegen die entschprechenden Werte bei +26,6 und –15°C.
Obgleich die Aleutischen Inseln z.T. unter südlicherer Breite liegen,
als Südostalaska, weisen sie immer niedrigere Temperaturen auf. Mit ewig
wolkenverhangenem Himmel und stetig einander folgenden Stürmen besitzen sie
ein für den Menschen höchst unangenehmes Klima, in dem sich auch die
beiden einzigen Jahreszeiten Sommer und Winter, wenig voneinander unterscheiden.
Die starke Luftfeuchtigkeit ist ein Merkmal für den gesamten
Inselgürtel, so daß selbst die heftigen Luftströmungen kaum eine
austrocknende Wirkung auf die Vegetation aus üben können. Eine Abnahme
der Niederschlagsmenge, wie auch der Temperaturen ist nach Westen hin zu
erkennen. Besonders, wenn die Russischen Komandeurs-Inseln in die Betrachtung
mit eingeschlossen werden. Der Eifluß durch die Luftströmung des
Stillen Ozeans macht sich bis zur Alaska-Kette teilweise stärker, teilweise
schwächer bemerkbar. Der Cook Intel wird dabei als eine art Schneise
für die Feuchte Luft genutzt. Somit ermöglicht sie den Zutritt zum
Gebirge. Wobei das Landes innere fast unbeeinflußt bleibt. Der Bereich
um den Yukon herum weist starke Temperaturextreme und wenig Niederschläge
auf. Fairbanks hat ein ungefähres Jahresmittel von –3°C das
Julimittel ist +16°C, das Januarmittel beträgt –25°C.
Die über Jahre hin Gemessenen extreme liegen jedoch zwischen +37,2 und
–51°C. Die jährlichen 30 cm Niederschlag fallen fast nur im
Sommer. Das liegt an den Süd und Südost Luftströmen. Der
Schneefall ist sehr unterschiedlich aber nie hoch. Allerdings ist es dafür
sehr lange gefroren. Der Yukon z.B. ist im Bereich des Polarkreises von Oktober
bis in der Mai hinein zugefroren.
Nationalparks
Anikchak National Monument and Preserve
Bering Land Bridgge National Preserve
Cape Krusenstern National Preserve
Denali National Preserve
Gates to the Arctic National Park and Preserve
Noatak National Park und Preserve
Kobul Valley National Park
Glacier Bay National Park and Preserve
Katmai National Park and Preserve
Kenai Fjords National Park
Lake Clark National Park and Preserve
Wrangell-Saint Elias National Park and Preserve
Yukon-Charley Rivers National Preserve
Flora und
Fauna
Kurz nach dem Ende des Winters beginnt, wie es einem scheint ohne
Übergang Frühling und Sommer zugleich. Aus dem Boden sprießen
die Farbigsten pflanzen, wie man es dem Polarkreis nie zugetraut hätte.
Viele uns auch in Europa bekannte Pflanzen wachsen in Alaska. Man findet an
den Hängen der Gebirge eine üppige Alpinen- und Subalpinengflora. Die
höhe von 1500-2000m entspricht in Alaska etwa der Höhe von 500m. Hier
findet man schon den blauen und weißen stengellosen Enzian, die Alpenrose,
die kleinere Alpin Azalee, der gelbe Heide, die Glocken- und Moosheide,
Beerenstauden, von denen sich das Feldschneehuhn enähert, die
Tschuktschen-Primel, Alpenveilchen, sibirischer Phlox und natürlich das
Vergißmeinnicht. So viel, um nur einen kleinen Teil des Sortiments zu
nennen. Alle in Alaska lebenden Tier sind vorsichtig und Scheu. Man kann
eigentlich nicht damit rechnen, auf einer Wanderung auf ein Tier zu treffen.
Doch trotzdem verbirgt sich hinter den dichten Wäldern ein reges Tierleben.
Wenn die Tiere jedoch einen Menschen wittern verschwinden meist. Auch
große Sägetiere, wie z.B. der Bär, der eindeutige Herr in der
Tierwelt Alaskas und der Elch. Die Karibus, die in den Tundrenwäldern
leben, und sich vor Eibruch des Winters zu großen Herden zusammenfinden,
um dann den Zug nach Süden anzutreten. Das weiße Dallschaf und die
Schneeziegen in den Bergen und natürlich auch der Wolf, der von allen
genannten im Sommer der am wenigsten gesehene ist. Auch Wale und die
verschiedensten Zugvögelarten kann man hier finden. Durch die
besonderen Flächenstrukturen, die ineinander übergreifen wird diese
erstaunliche Artenvielfalt unterstützt. Bären sind so gut wie nie
in Gruppen zu sehen, nur mit sehr viel “Glück” und zur
richtigen Jahreszeit hat man die Chance sie anzutreffen. Das wilde Ren ist
nicht mehr wie früher im ganzen Land verteilt, sondern bewohnt mittlerweile
nur noch die Hälfte des Landes. Doch trotzdem ist Alaska immer noch das
Wildreichste Land der nördlichen Erdhalbkugel. Innerhalb des Bereiches
der Taiga- und Tundragürtels der Nordkontinente besitzt Alaska allerdings
eine bevorzugte Stellung. Neben der Unberührtheit spielt die
Vielgestaltigkeit eine große Rolle. Tundra, verschiedenartigster Wald und
Gebirge greifen ineinander über. Diese Konstellation in Verbindung mit den
unterschiedlichsten Klimas geben Alaska seine Einmaligkeit.
Verkehr
Das Straßennetz ist dünn und endet nördlich von
Fairbanks. Rückgrad des Verkehrs ist der 1942 im Rahmen der
Verteidigungsbemühungen Amerikas im zweiten weltkrieg erbaut Alaskan
Highway, der von Dawson Creek/ Alberta durch Kanada nach Fairbanks über
eine Strecke von 2430 km führt. Das gesamte Highway-Netz umfaßt 1984
15315 Meilen. Es gibt Eisenbahnlinien, die Seward über Anchorage mit
Fairbanks verbindet und 470 Meilen lang ist. Hauptvekehrsmittel ist das
Flugzeug. Rund 12000 geprüfte Buschpiloten und über 200
Lufttaxiunternehmen stehen zur Verfügung. Etwa 9500 Kleinflugzeuge sind
registriert und 1000 Flugzeuge, respektive Landepisten. Auf 56 Einawohner kommt
ein Flugzeug, und jeder 46 Einwohner ist Pilot. Allerdings wird der hoch Moderne
Flughafen Anchorages nicht von den Privatpiloten genutzt. Auch die großen
Linienflugzeuge fliegen Anchorage nicht als Endflughafen an. Meistens machen sie
hier nur einen Zwischenstopp und fliegen nach einem kurzen Aufenthalt weiter.
Ihr Endflughafen liegt meist in Japan. Die Privatpiloten landen meist aus
umliegenden Seen, auf denen sie keine Gebühren Zahlen müssen.
(siehe Bild)
Wirtschaft
Wichtige Bodenschätze sind Antiomon, Chrom, Eisen, Gold, Kobald,
Kohle, Kupfer, Molybden, Nickel, Öl, Platin, Quecksilber, Titan, Wolfram
und Zinn. Von den in den USA als wichtig bezeichnet 33 Mineralien soll in Alaska
nur ein einziges fehlen. Erst seit wenigen Jahren wird das Öl durch eine
Pipeline aus dem Norden Alaskas über 1270 km zum Pazofikhafen Valdez
transportiert. Die Ölvorkommen nördlich der Brooks Range werden auf
120 Mill. Hektoliter geschätzt. Große Reserven stecken in den
bisher kaum genutzten Wasserkräfte des Landes. Noch 1968 war der
größte Einzelhandelsposten Alaskas der Gegenwert für Fische und
ähnliche Meerestiere wie Krebse etc. in einer Größenordnung von
etwa 120 Mio. US$. Der Lachs hat einen Anteil von 80%. Mehr als die Hälfte
der Welterzeugung an Büchsenlachs stammt aus Alaska. Nach dem Lachs ist der
nächst Bedeutende des Landes der King-Carb. Nicht unerwähnt bleiben
sollte das immense ökonomische Gewicht der militärischen Stationierung
aufgrund der startegischen Bedeutung des Landes. Von den 500 Mio. US$
Bruttosozialprodukt entfallen 300 Mio. auf das Verteidigungsbudget. 1939 lagen
524 Mann USA-Truppen in Alaska, 1941 3000 und 1943 152000 zuzüglich 74000
Zivilpersonen. 1987 lagen ca. 45000 Mann im Lande. Zelluloseholzwirtschaft, Jagd
und Pelzerzeugung sowie Fremdenverkehr sind mehr und mehr ins Gewicht fallende
Witschaftsfaktoren. 1986 sind 211687 Jagdlizenzen mit einem Gegenwert von 4,28
Mio. US$ vergeben worden. Etwa einen Millionen Touristen bereist heutzutage das
Land. Alaska ist nicht nur der flächengrößte Staat der USA,
sondern auch der teuerste, mit Preisen, die um 25 bis 30% über denen im
übrigen Amerika liegen. Zugleich weist Alaska die höchste
Arbeitslosenquote der USA auf.
Quellennachweis
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Alaska Ziel meiner Träume
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Wolfgang de Haan
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Neumann-Neudamm
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Alaska
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E. Marsch und U. Ackermann
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Reich Verlag
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Alle Länder unserer Erde
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Das Beste GmBH
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Weltalmanach ´97
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Fischer
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Versch. Engl. Infoblätter
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Anchorage Tribune
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Geo Special ALASKA
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Peter Mathias Gaede
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Gruner + Jahr
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